Kika/Leiner trennt Marken

15. Juli 2015, 17:10
38 Postings

Möbelkonzern XXXLutz steigt in Bulgarien ein

Wien – Ein Jahr ist es her, dass Kika und Leiner ein einheitlicher Markenauftritt verpasst wurde. Nun legt die Steinhoff-Gruppe als neuer Eigentümer der Möbelkonzerne den Retourgang ein: Beide Marken werden wieder getrennt beworben. Vor allem Leiner mit seinen hochwertigeren Sortimenten soll unter der Zusammenführung gelitten haben, sagen Branchenkenner dem STANDARD. Es sei viel Porzellan zerschlagen worden, der Umsatz weiterhin rückläufig. Die Südafrikaner trennten sich jüngst von der Leitung des Einkaufs und des Marketings in Österreich. Die Geschäftsführung war für keine Stellungnahme erreichbar.

Während Leiner/Kika mit der Sanierung beschäftigt ist, treibt Erzrivale XXXLutz die Expansion voran. Der Welser Einrichtungshändler hat heuer in Deutschland stark zugekauft. Jetzt steigt er in Bulgarien ein und tritt damit dem Konkurrenten Ikea auch in Osteuropa zunehmend auf die Zehen.

Lutz beteiligt sich zu 67 Prozent an den bulgarischen Möbelketten Aiko und Mobbo, bestätigt Konzernsprecher Thomas Saliger. Die insgesamt sieben Standorte werden von Lutz beliefert, sollen aber lokal selbstständig arbeiten.

In Prag eröffnet die Gruppe im Frühjahr ein zweites Lutz-Haus. In Ungarn wurden 14 Immobilien von Baumax übernommen, diese werden im Herbst laut Saliger zu Mömax. In Österreich starten diesen Sommer drei Filialen. (vk, 15.7.2015)

Share if you care.