Onlineshops müssen Alternative zu "Sofortüberweisung" anbieten

15. Juli 2015, 08:37
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Oftmals ist die Bezahlvariante die einzig kostenfreie Möglichkeit, einen Handel abzuschließen

Das Bezahlsystem "Sofortüberweisung.de", das von der deutschen Firma "Sofort" betrieben wird, gehört mittlerweile zu den fünf meistgenutzten Zahlungsinstrumenten im Onlinehandel. Nutzer, die auf externen Seiten etwas erwerben wollen, werden auf die Seite geleitet, wo sie mit Eingabe von Bankdaten ihr gewünschtes Produkt bezahlen. In vielen Fällen ist "Sofortüberweisung" die einzige Möglichkeit, die Rechnung ohne Zusatzkosten zu begleichen – während auf Kreditkarte, Nachnahme oder Vorkasse Gebühren aufgeschlagen werden. Das ist illegitim, entscheid nun das Landgericht Frankfurt.

Gericht: "unzumutbar"

Es sei "unzumutbar", Kunden als einzige Option ohne Zusatzkosten die "Sofortüberweisung" anzubieten, so das Gericht in seinem Urteil. Zwar sei der Dienst "gängig", allerdings sei es unfair, Nutzer beim Abschluss eines Handels auf die Website eines Drittanbieters zu drängen. Die Eingabe von Bankdaten verstoße oftmals gegen die Geschäftsbestimmungen der Geldinstitute und berge Gefahren in der Datensicherheit. Geklagt hatten deutsche Verbraucherschützer gegen ein Flugreise-Portal.

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Onlinehandel muss umstellen

Gegenüber Spiegel Online wehrt sich "Sofortüberweisung" gegen das Urteil. Man selbst habe keine Möglichkeit erhalten, vor Gericht auszusagen, so ein Sprecher. Die eigene Website sei "sicher" und zuverlässig. Für den Onlinehandel dürfte das Urteil große Konsequenzen haben – künftig wird zumindest eine weitere Bezahlvariante außer der Sofortüberweisung ohne zusätzliche Gebühren angeboten werden. (fsc, 14.7.2015)

  • "Sofortüberweisung" bietet Nutzern die Möglichkeit, unkompliziert zu bezahlen
    foto: screenshot

    "Sofortüberweisung" bietet Nutzern die Möglichkeit, unkompliziert zu bezahlen

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