Umfragen sehen Trump in republikanischem Vorwahlkampf in Führung

14. Juli 2015, 23:08
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Aufschwung nach heftig kritisierten Aussagen über mexikanische Einwanderer

Washington – US-Milliardär Donald Trump hat trotz der heftigen Kritik um seine rassistischen Äußerungen über mexikanische Einwanderer laut mehreren bundesweiten Umfragen die Führung im Kampf um die republikanische Präsidentschaftskandidatur übernommen. Eine am Dienstagabend veröffentlichte Erhebung der Zeitung USA Today und der Suffolk University etwa sieht ihn mit einer Zustimmungsrate von 17 Prozent vor dem früheren Gouverneur von Florida, Jeb Bush (14 Prozent).

Der 69-Jährige Trump hatte Mitte Juni bei der Bekanntgabe seiner Präsidentschaftsbewerbung gesagt, wenn "Mexiko seine Leute schickt, schicken sie nicht die besten. Sie schicken Leute mit vielen Problemen, und sie bringen diese Probleme mit. Sie bringen Drogen, sie bringen Kriminalität, sie sind Vergewaltiger", sagte der Republikaner. Die Äußerungen waren sowohl in den USA als auch in Mexiko auf Kritik gestoßen.

Rückstand in entscheidenden Bundesstaaten

Mehrere Umfragen, die unmittelbar nach den Äußerungen gemacht worden waren, hatten daraufhin einen Anstieg der Zustimmung zu Trump festgestellt. Meinungsforscher warnen allerdings davor, aus den jüngsten Ergebnissen voreilige Schlüsse zu ziehen: Es könne sich auch um einen kurzfristigen Anstieg von Trumps Beliebtheit handeln, der sich zum Beispiel durch die größere Bekanntheit und Medienpräsenz erkläre. Möglich sei aber auch, dass Trump mit den Äußerungen Teile der republikanischen Basis für sich gewinnen konnte.

Zudem liegt der exzentrische Baulöwe in den entscheidenen Bundesstaaten Iowa und New Hampshire – wo Anfang Februar 2016 die ersten Abstimmungen des Vorwahlprozesses stattfinden – hinter Bush sowie dem Gouverneur von Wisconsin, Scott Walker.

Für den Fall, dass Trump überraschend doch das Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur für sich entscheiden sollte, liegt er in aktuellen Umfragen deutlich hinter der wahrscheinlichen Kandidatin der Demokraten, Hillary Clinton. Diese würde ihn mit einem Abstand von 17 Prozentpunkten mit 51 zu 34 schlagen, so die Umfrage von USA Today und Suffulk. (red, AFP, 14.7.2015)

  • Umfragehoch trotz heftiger Kritik: Donald Trump.
    foto: ap / ross d. franklin

    Umfragehoch trotz heftiger Kritik: Donald Trump.

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