Moskauer Stadtparlament gegen Denkmal für Mordopfer Nemzow am Tatort

14. Juli 2015, 18:08
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Gedenkplatte etwa am Wohnort des ermordeten Oppositionellen sei aber "denkbar"

Moskau – Viereinhalb Monate nach der Ermordung des Kremlgegners Boris Nemzow hat das Moskauer Stadtparlament den Antrag von Oppositionellen auf ein Denkmal am Tatort abgelehnt. "Damit würden wir nicht den Menschen ehren, sondern die Tat", sagte ein Sprecher der Hauptstadt am Dienstag der Agentur Interfax. Grundsätzlich sei aber eine Gedenkplatte etwa am letzten Wohnort Nemzows denkbar.

Der einstige Vizeregierungschef und langjährige Gegner von Präsident Wladimir Putin war am 27. Februar auf einer Brücke am Kreml erschossen worden. Das Motiv ist unklar. Nach der Bluttat, die international Entsetzen ausgelöst hatte, waren fünf Männer aus dem Konfliktgebiet Nordkaukasus verhaftet worden. (dpa, 14.7.2015)

  • Trauer am Tatort nahe des Kreml, wo Ende Februar der Oppositionelle Boris Nemzow ermordet wurde.
    foto: ap / alexander zemlianichenko

    Trauer am Tatort nahe des Kreml, wo Ende Februar der Oppositionelle Boris Nemzow ermordet wurde.

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