Firmen wollten iwieder weniger Kredite

14. Juli 2015, 16:24
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Österreich-Ergebnisse der euroraumweiten Umfrage über das Kreditgeschäft vom Juli 2015

Wien – Größere Firmen und Konzerne sind in Österreich zuletzt wieder zurückhaltender geworden, wenn es um die Aufnahme neuer Kredite geht. Auch die Banken haben ihre Vergabe-Kriterien im Kommerzkreditbereich wieder etwas verschärft. Daran dürfte sich in den nächsten Monaten nicht viel ändern.

Am Dienstag hat die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) die Österreich-Ergebnisse der europaweiten Umfrage der EZB zum Kreditgeschäft im 2. Quartal 2015 berichtet.

Im zweiten Quartal 2015 verschärften die österreichischen Banken ihre Richtlinien im Firmenkreditgeschäft geringfügig. Gleichzeitig war die Nachfrage der Unternehmen nach Krediten etwas rückläufig.

Während im ersten Quartal 2015 – zum ersten Mal seit 2007 – noch eine geringe Zunahme der Unternehmenskreditnachfrage insgesamt verzeichnet worden war, ergab die Umfrage für das zweite Quartal wieder einen marginalen Rückgang. Rückläufig war die Nachfrage durch größere und große Unternehmen, bei mittelgroßen und kleinen Firmen (KMU) gab es Stagnation. Große Unternehmen dürften laut OeNB auch im laufenden dritten Quartal weiter Zurückhaltung bei Neukrediten an den Tag legen.

Wie schon im ersten Quartal verschärften die Banken auch im zweiten Quartal ihre Kreditvergaberichtlinien, sowohl für Kredite an KMUs als auch an große Unternehmen. Für das dritte Quartal erwarten die befragten Banken eine weitere marginale Straffung der Kreditrichtlinien.

Etwas gelockert wurden dagegen die Richtlinien für Wohnbau- und Konsumkredite. Die Nachfrage nach Wohnbaukrediten zog geringfügig an, bei den Konsumkrediten blieb sie unverändert. In den nächsten drei Monaten werden minimal verschärfte Richtlinien für Wohnbau- und Konsumkredite erwartet, eine etwas verhaltenere Nachfrage nach Konsumkrediten sowie ein unverändertes Nachfrageniveau bei Wohnbaukrediten.

Laut Angabe der befragten Banken wurden im ersten Halbjahr 2015 aufgrund regulatorischer Aktivitäten die Eigenkapitalpositionen etwas erhöht und die risikogewichteten Aktiva geringfügig reduziert. Für das zweite Halbjahr wird eine Fortsetzung dieser Entwicklungen erwartet.

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