"Moneypenny": Facebooks "menschliche" Alternative zu Siri und Co.

14. Juli 2015, 13:40
posten

Assistenzfunktion soll mit Menschen verbinden, die bei verschiedenen Aufgaben helfen

Das weltgrößte soziale Netzwerk Facebook arbeitet offenbar an einem eigenen Assistenz-Dienst für seine Nutzer. Dieser soll, ähnlich wie etwa Apples Siri, Microsofts Cortana oder Google Now den Alltag erleichtern. Wo die Konkurrenz jedoch auf kluge Algorithmen setzt, bringt Facebook menschliche Helfer ins Spiel, berichten The Verge und The Information.

Der Beschreibung nach lässt sich die Funktion, die nach der Sekretärin des fiktionalen MI6-Chefs "M" aus der "James Bond"-Reihe unter dem Arbeitstitel "Moneypenny" firmiert, als eine Art "Concierge-System" beschreiben. Ein Testlauf soll bereits im Gange sein.

Betrieb per Messenger

Der Nutzer soll sich hier von realen Assistenten Hilfe auf der Suche nach Informationen im Internet und die Nutzung von Services holen können. Startups, die vergleichbare Leistungen anbieten, ermöglichen es beispielsweise, auf diesem Wege Essen von nahe gelegenen Lokalen mit Lieferdienst zu ordern.

Betrieben wird der Dienst nicht über Facebook, sondern die Messenger-App. Das passt zu den Ambitionen von Facebook, ihn seit der Abtrennung von der Haupt-App vor über einem Jahr mehr und mehr zu einer eigenständigen Plattform auszubauen. Mittlerweile gibt es ihn in einer eigenen Web-Version und angeblich sollen auch Spiele eingeführt werden.

Ausbau

Mit der Integration eines Services wie "Moneypenny" würde der Messenger zu einem stärkeren Rivalen für asiatische Konkurrenten wie etwa Line, argumentiert The Verge. Dieser und auch andere Messaging-Plattformen bieten mittlerweile zahlreiche Zusatzdienste und E-Commerce-Services.

Ob "Moneypenny" zu einem Fixbestandteil oder wieder verworfen wird, ist noch nicht bekannt und dürfte wohl vom Feedback aus den internen Tests abhängen. Ebenso ist noch unklar, wie Facebook das Angebot monetarisieren würde. (gpi, 14.07.2015)

  • Moneypenny nutzt als Plattform den Messenger und wird aktuell intern getestet.
    foto: apa

    Moneypenny nutzt als Plattform den Messenger und wird aktuell intern getestet.

Share if you care.