Empörung über Gruseltour in australischen Mörder-Wald

14. Juli 2015, 13:06
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Rucksackmörder tötete sieben Menschen

Sydney – Eine von einem Veranstalter angebotene nächtliche Grusel-Tour für Touristen an den Ort mehrerer Morde hat in Australien Empörung ausgelöst. Das Unternehmen "Goulburn Ghost Tours" hatte für nächtliche Besuche im Belanglo State Forest geworben, wo der Mörder Ivan Milat Anfang der 1990er-Jahre die Leichen von drei Deutschen, zwei Briten und zwei Australiern verscharrt hatte.

Der Premierminister des Bundesstaates New South Wales, Mike Baird, zeigte sich am Dienstag schockiert. Die Touren seien "geschmacklos und absolut empörend". Baird kündigte an, dem Veranstalter werde die Genehmigung für Touren in dem staatlichen Waldgebiet verweigert werden.

Mörderische Geschäftemacherei

Robyn Cotterell-Jones von der australischen Hilfsorganisation für die Angehörigen von Verbrechensopfern beklagte die makaberen Grusel-Touren. Es sei sehr verletzend für die Hinterbliebenen der Mordopfer, wenn "Leute über diese Stätten trampeln".

Der Straßenbauarbeiter Ivan Milat hatte Anfang der 1990er-Jahre sieben Rucksacktouristen ermordet und ihre Leichen im Wald von Belanglo südwestlich von Sydney verscharrt. Er wurde 1996 zu lebenslanger Haft verurteilt. 2010 tötete dann ein Großneffe von Milat im selben Wald einen 17-jährigen Mitschüler mit einer Axt. Er wurde zu mindestens 30 Jahren Gefängnis verurteilt.

Facebook- und Google plus-Profil des Veranstalters sind mittlerweile leer. Auf der Website goulburnghosttours.com.au gibt es nur mehr eine kryptische Meldung. (APA, AFP, red, 14.7.2015)

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