HIV: Acht Millionen Tote weniger

14. Juli 2015, 12:22
16 Postings

"Die Welt hat es geschafft, die Aids-Epidemie anzuhalten und zur Umkehr zu bringen", sagt UN-Generalsekretär Ban Ki-moon – dennoch gebe es noch viel zu tun

Der Kampf der internationalen Gemeinschaft gegen HIV hat zu einem Drittel weniger Neuansteckungen und rund 40 Prozent weniger Todesfällen geführt. Dank der weltweiten Bemühungen seit dem Jahr 2000 steckten sich 30 Millionen Menschen gar nicht erst an und acht Millionen Todesfälle konnten vermieden worden, wie es in einem am Dienstag veröffentlichten UN-Bericht hieß.

"Die Welt hat es geschafft, die Aids-Epidemie anzuhalten und zur Umkehr zu bringen", sagte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon. Der nächste Schritt müsse das "ehrgeizige, aber realistische" Ziel sein, die Epidemie bis 2030 ganz zu beenden, forderte Ban.

Entscheidende Jahre

Dafür müssten die Mittel für den Kampf gegen HIV in den kommenden fünf Jahren von derzeit rund 22 Milliarden US-Dollar um etwa acht bis zwölf Milliarden Dollar pro Jahr erhöht werden, wie es in dem Bericht des UN-Programms UNAIDS hieß. "Die nächsten fünf Jahre werden entscheidend sein."

Im Jahr 2000 stellte HIV in ärmeren Ländern oft noch ein Todesurteil dar. Damals starben dem Bericht zufolge weltweit jeden Tag rund 4.300 Menschen an den Folgen der Immunschwächekrankheit Aids.

Inzwischen erhalten weltweit 15 Millionen Menschen die nötige Medizin, um das HI-Virus langfristig in Schach zu halten. Seit 2000 wurden den UN zufolge weltweit geschätzte 187 Milliarden Dollar in den Kampf gegen HIV investiert. (APA, 14.7.2015)

  • Noch vor 15 Jahren stellte HIV in ärmeren Ländern ein Todesurteil dar – heute deutlich seltener.
    foto: reuters/jose cabezas tpx

    Noch vor 15 Jahren stellte HIV in ärmeren Ländern ein Todesurteil dar – heute deutlich seltener.

Share if you care.