Jeden Zweiten laugt der Job aus

14. Juli 2015, 12:34
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Zwei Drittel meinten bei einer Umfrage, ihre Situation am Arbeitsplatz müsse sich verbessern, ein Drittel leidet unter Stress

Über die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher empfindet ihre Arbeit als gesundheitlich belastend: Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Wiener Städtischen Versicherung und dem Internetportal netdoktor.at, für die über 600 Personen aller Altersgruppen befragt wurden.

Mehr als ein Drittel (35 Prozent) der Befragten gibt dort den Wunsch an, ihr Wohlbefinden am Arbeitsplatz möge sich verbessern. Fast genauso viele meinten, sich am Arbeitsplatz wohl zu fühlen – 19 Prozent der Befragten fühlen sich am Arbeitsplatz sogar sehr wohl. Nur rund zwölf Prozent fühlen sich in der Arbeit unwohl.

Müdigkeit, Rückenschmerzen, Gereiztheit

Und was bieten österreichische Arbeitgeber für die Gesundheit und das Wohlbefinden der MitarbeiterInnen am Arbeitsplatz? Wie die Umfrage zeigt, werden bei rund 40 Prozent der Befragten im Unternehmen Gesundheitschecks und Gesundheitsprogramme durchgeführt oder gefördert. Bei einem weiteren Drittel werden Sport- und Freizeitprogramme angeboten.
Bei fast 40 Prozent wird allerdings von Unternehmensseite gar nichts zur Steigerung des Wohlbefindens der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unternommen.

Die Umfrage ergab schließlich auch, dass 23 Prozent vom Unternehmen Vergünstigungen bei Freizeitveranstaltungen erhalten und 20 Prozent von frischem Obst und Gemüse profitieren. Die Frage, ob die Möglichkeit besteht, in den Pausen an die frische Luft zu gehen, konnte ein Großteil (86 Prozent) bejahen.

Spontaner Urlaub

Die Mehrheit der befragten Personen kann sich auch relativ spontan Urlaub nehmen: Bei einem Großteil der befragten Frauen (43 Prozent) und mehr als der Hälfte der befragten Männer (55 Prozent) soll das möglich sein. Nur für eine Minderheit ist regelmäßiger Urlaub mit der Arbeit schwer vereinbar (Frauen: 11 Prozent; Männer: 7 Prozent).

Zum Urlaubszeitraum befragt, meinte der Großteil der Frauen (37 Prozent), dass es Ihnen möglich sei, maximal zwei bzw. drei Wochen am Stück Urlaub zu nehmen – bei den Männern überwiegt der Anteil derer, die drei Wochen und mehr am Stück freinehmen können mit 35 Prozent.

Trotz Stress zufrieden

Bei der Frage, ob die Befragten unter Stress in der Arbeit leiden, gaben 68 Prozent der Befragten an, dass es manchmal zu stressigen Perioden komme. 22 Prozent der TeilnehmerInnen meinten außerdem, dass sie sehr unter Stress in der Arbeit leiden und zehn Prozent der Befragten kommen gut in der Arbeit zurecht.

In puncto Überstunden zeigte sich: 39 Prozent machen hin und wieder welche, bei 24 Prozent der Befragten fallen Überstunden regelmäßig an, bei 22 Prozent sind Überstunden fast nie nötig, bei 15 Prozent hingegen sehr oft.

Mehr als die Hälfte der Befragten empfindet die Arbeit als abwechslungsreich und versteht sich sehr gut mit den Kollegen. Knapp der Hälfte macht die Arbeit Spaß und die Arbeit wird auch als sinnvoll angesehen, 40 Prozent fühlen sich von ihrer Arbeit geistig gefordert und ein Viertel der Befragten fordert die Arbeit emotional. Nur zehn Prozent verbinden keine positiven Assoziationen mit ihrer Arbeit. (lib, 14.7.2015)

  • Nicht nur die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel fühlt sich nach getaner Arbeit müde und ausgelaugt: Mehr als 55 Prozent der berufstätigen Österreicherinnen und Österreichern geht es so, zeigt eine Umfrage der Wiener Städtischen.
    foto: apa/wolfgang kumm

    Nicht nur die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel fühlt sich nach getaner Arbeit müde und ausgelaugt: Mehr als 55 Prozent der berufstätigen Österreicherinnen und Österreichern geht es so, zeigt eine Umfrage der Wiener Städtischen.

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    foto: wiener städtische/netdoktor.at
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