Iran-Deal drückt Ölpreise deutlich

14. Juli 2015, 10:52
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Laut IEA ist der Ölmarkt bereits jetzt "massiv überversorgt" und es sei mit weiteren Preisrückgängen zu rechnen

Teheran/Singapur – Die Ölpreise sind am Dienstag nach der Einigung im Atomstreit mit dem Iran deutlich unter Druck geraten. Die sieben beteiligten Staaten erzielten nach mehr als zweiwöchigen Verhandlungen in Wien eine Einigung. Der Iran verpflichtet sich, sein Atomprogramm drastisch zurückzufahren. Die Vereinbarung sieht auch vor, dass die Wirtschaftssanktionen des Westens gegen das Mitglied der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) schrittweise aufgehoben werden.

Damit ist der Weg frei für höhere Ölexporte des wichtigen Förderlandes Iran. In den vergangenen Handelstagen hatte bereits die Aussicht auf eine Einigung im Atomstreit die Ölpreise belastet. Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) ist der Ölmarkt bereits jetzt "massiv überversorgt" und es sei mit weiteren Preisrückgängen zu rechnen.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete in der Früh 56,70 US-Dollar (51,32 Euro). Das waren 1,15 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,22 Dollar auf 50,99 Dollar. (APA, 14.7.2015)

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