Neuer Font markiert Wörter, die für die NSA verdächtig sind

14. Juli 2015, 10:05
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Projekt will zeigen, wie oft gewisse Begriffe in alltäglicher Kommunikation fallen

Wörter wie "Hacker", "Verschlüsselung", "Anti-Terror-Einheiten" oder "Weißes Haus": Sie weisen laut NSA und britischem GCHQ auf verdächtige Gespräche hin, die möglicherweise zwischen Terroristen geführt werden. Wird eine Reihe dieser Begriffe in einer zufällig abgefangenen Kommunikation benutzt, könnten Nutzer so zufällig ins Fadenkreuz der Geheimdienste geraten. Ein slowenischer Künstler namens Emil Kozole hat deshalb nun eine Font entwickelt, die "verdächtige Wörter" sofort markiert.

Überwachung erlebbar machen

Er möchte damit zeigen, wie oft diese Wörter in Alltagsgesprächen fallen. Leute könnten Überwachung so ohne Gefahr am eigenen Leib erfahren, etwas Abstraktes konkretisieren. Laut Business Insider gewinnt Kozoles Website immer mehr Besucher, die sich selbst auf "Terrorgefahr" untersuchen wollen. Das Projekt ist momentan nur auf Englisch verfügbar. Da NSA, GCHQ und Co Kommunikation in anderen Sprachen automatisiert auf Englisch übersetzen lassen, könnten auch deutsche Nutzer ins Visier geraten. (fsc, 14.7.2015)

  • Auf Project Seen kann jeder selbst überprüfen, welche Worte die NSA als verdächtig einstuft
    foto: screenshot

    Auf Project Seen kann jeder selbst überprüfen, welche Worte die NSA als verdächtig einstuft

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