In Dubrovnik eine Oma auf dem Gewissen

Ansichtssache28. Juli 2015, 16:41
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Nein, es war kein Karma-Reparaturversuch, der vorige Eintrag bei Schmeck's: Ich fand's wirklich gut im Nishta und war ganz freiwillig in Dubrovnik vegetarisch, ja: vegan essen. Aber ich will auch nicht verschweigen, wo ich kurz davor eingekehrt bin. Nicht nur karmatechnisch eine kleine Katastrophe.

All Ihre Tipps hatten wir vergessen auswändig zu lernen, waren beinahe im Proto und fast im Nautika gelandet – und schlugen schließlich ein paar Meter landeinwärts eher orientierungslos-grantig und aus hungriger Verzweiflung im Restaurant Posat auf.

Man sitzt nicht schlecht hier auf der Terrasse, direkt unter einer Horde Hummer, Langusten und anderem Schaltengetier im recht ausgedehnten Kalter (falls man dazu auch am schon recht südlichen Mittelmeehr so sagt).

Dumm und tödlich

Dumm nun, dass die Wunderbare gerade keinen Fisch wollte. Dumm für mich, weil kein für mich passendes Flossentierchen vorrätig schien, wie es hieß.

Dumm für die Wunderbare, die zwei fleischundfischfreie Gänge zu sich nahm (Gemüsesuppe und Gemüsegnocchi, soweit ich mich erinnere), beide eigenartig maggić, wenn Sie mir dieses etwas abgedrehte Wortspiel erlauben – irgendwie fertiggerichtsaucig.

Und leider tödlich für die Oma.

Bild 1 von 4
foto: harald fidler

Oma Bärenkopf

Es hätte natürlich auch andere Hauptgerichte auf der Karte gegeben, die nicht noch lebend hinter mir im Becken saßen. Ich hab lange überlegt. Und dann einen Bärenkopfkrebs ausgesucht.

"Baba", sagte der Kellner zu dem Tier, Oma auf kroatisch. Eigentlich über das Tier, zum Koch, der es herausholte.

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