Burundi: Streitkräfte töteten 31 mutmaßliche Rebellen

13. Juli 2015, 18:50
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171 Festnahmen an Grenze zu Ruanda – Möglicherweise Beginn eines Aufstands gegen Regierung

Bujumbura – Die Streitkräfte im ostafrikanischen Burundi haben nach eigenen Angaben bei Kämpfen an der Grenze zu Ruanda 31 Rebellen getötet und weitere 171 Aufständische festgenommen. Militärsprecher Gaspard Baratuza sagte am Montag, bei den Gefechten in der Provinz Kayanza seien seit Freitag auch sechs Soldaten getötet worden.

Der Hintergrund der Kämpfe ist immer noch unklar. Beobachter vermuteten, dass es sich um den Beginn eines bewaffneten Aufstands gegen die Regierung handeln könne. Hinter der Rebellion sollen geflohene Exmilitärs stecken, die im Mai vergeblich versucht hatten, Präsident Pierre Nkurunziza mit einem Putsch zu entmachten. Einer der Putschisten, General Leonard Ngendakumana, sagte, solche Angriffe würden fortgesetzt, bis Nkurunziza abtrete.

Burundi befindet sich in einer schweren politischen Krise, seit Nkurunziza Ende April ankündigt hatte, sich um eine dritte Amtszeit zu bewerben. Die Opposition sieht darin einen Verfassungsbruch. Bei Demonstrationen von Regierungsgegnern wurden Menschenrechtlern zufolge mindestens 80 Menschen getötet. Mehr als 140.000 Menschen sind aus Angst vor einer Eskalation der Gewalt in Nachbarländer geflohen. Ein von ethnischen Spannungen befeuerter Bürgerkrieg in Burundi mit etwa 300.000 Toten ging erst vor zwölf Jahren zu Ende. (APA, 13.7.2015)

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