Österreich-Inflation über Eurozonen-Durchschnitt

13. Juli 2015, 16:57
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Abstand laut OeNB auf unterschiedliche Preisentwicklung im Dienstleistungssektor zurückzuführen

Wien – Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hat in ihrer erstmals durchgeführten Analyse "Inflation Quaterly" für Österreich eine relativ hohe Inflation errechnet. Die HVPI-Inflationsrate ist demnach seit Jahresbeginn um 0,5 Prozentpunkte auf 1,0 Prozent im Mai gestiegen. Preisdämpfend wirkte sich der ebenso untersuchte Internethandel aus, teilte die OeNB am Montagnachmittag mit.

Die Kerninflationsrate – HVPI ohne Energie und unverarbeitete Nahrungsmittel – blieb seit Jahresanfang stabil und lag im Mai bei 1,7 Prozent. Die heimische Inflationsrate liegt damit weiterhin deutlich über dem Eurozonen-Durchschnitt von 0,3 Prozent im Mai. Der Abstand ist laut OeNB vor allem auf Unterschiede in der Preisentwicklung im Dienstleistungssektor zurückzuführen.

Für das Gesamtjahr rechnet die Nationalbank mit einer HVPI-Inflationsrate von 0,9 Prozent. 2016 prognostiziert die OeNB einen Anstieg der Teuerung auf 1,9 Prozent und 2017 auf 2,0 Prozent.

Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) dient der einheitlichen Messung der Preisentwicklung in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion. (APA, 13.7.2015)

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