Europa des Klein-Klein-Denkens

Userkommentar14. Juli 2015, 12:33
203 Postings

Im Euroraum hat sich das harte betriebswirtschaftliche Denken durchgesetzt

Das EURO-Europa unter der Führung Deutschlands ist wieder dabei einen großen Fehler zu machen. Wie damals bei der Krise um die Ukraine hat sich das harte betriebswirtschaftliche Denken durchgesetzt. Eine Union der Menschen und Völker darf nicht nur auf Betriebswissenschaft, Geld und Schuldenzählen aufbauen! Eine so große Gemeinschaft braucht volkswirtschaftliches und friedenspolitisches Denken.

Reformen, die uns alle betreffen

Ist der Gedanke des Friedens in dieser neoliberalen Welt des Marktes und des Geldes abhanden gekommen? Die 18 Gegner von Tsipras signalisieren, dass sie Griechenland über die Klinge springen lassen werden, wenn nicht einschneidende Reformen gemacht werden. Reformen, die alle Menschen betreffen – in allen Ländern der EU.

Wir sind nicht ausgenommen. Der Abbau von Sozialleistungen wird weitergehen, wenn sich alle dem Diktat des Marktes und der Konzerne unterwerfen (eigentlich dem Egoismus der Reichen). Wohin das in der Ukraine geführt hat, sehen wir deutlich.

Europa des Klein-Klein-Denkens

Eine weitsichtige Politik für Menschen kann doch nicht zulassen, dass mitten in Europa, in diesem Hotspot von Flüchtlingen, IS und unterschwelligem Einfluss Russlands am Balkan so eine Katastrophe ausgelöst wird, nur weil der frei gewählte griechische Ministerpräsident eine andere finanzpolitische Sicht hat!

Europa in seinem manifesten Gelddenken zeigt, was für die agierenden politischen Kräfte Demokratie ist: Demokratur, die Leid für Menschen in Kauf nimmt, auch aus revanchistischem Denken. Wie mir, so dir.

Wir müssen diese Welle des Klein-Klein-Denkens überwinden, wollen wir ein friedliches Europa erhalten. Ansonsten werden wir durch einen ausgeklügelten Überwachungsmechanismus die Rechte als freie Bürger verlieren. (Christiane Url, 13.7.2015)

Christiane Url (70) ist Pensionistin, Mutter und Großmutter vieler Kinder.

Zum Thema

Kommentar der anderen: Die Troika muss Griechenland mehr anbieten

Kommentar der anderen: Europas Angriff auf die griechische Demokratie

Kommentar der anderen: Gegen den "Grexit": Griechenland eine Chance geben

Userkommentar: Europäische Union mit sehr beschränkter Haftung

Userkommentar: Europa: Griechischen Gesichter lenken von der europaeischen Fratze ab

  • Jean-Claude Juncker herzt Alexis Tsipras
    foto: ap/geert vanden wijngaert

    Jean-Claude Juncker herzt Alexis Tsipras

Share if you care.