Weil sie Verlieren nicht leiden kann

10. Juli 2015, 18:52
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Serena Williams spielt gegen Spanierin Garbine Muguruza um ihren 21. Grand-Slam-Titel

London – Es gibt viele Gründe, warum Serena Williams die meisten ihrer Tennismatches gewinnt: Vorhand, Aufschlag, Schlaghärte, mentale Stärke, Fitness. Und noch etwas spricht für sie. "Ich hasse es zu verlieren", sagt die US-Amerikanerin.

Am Samstag würde Williams (33) es wieder hassen zu verlieren. Wimbledon. Nach drei Jahren Pause steht die Branchenbeste in London wieder im Endspiel. Damals gewann sie. Nichts anderes ist diesmal zu erwarten. Garbine Muguruza steht überraschend und erstmals im Finale eines Grand-Slam-Turniers. "Es ist wie ein Traum, aber ich will den Titel und muss weiter konzentriert bleiben", sagte die Spanierin (21), 20. der Weltrangliste.

Immerhin, 2014 gelang Muguruza in der zweiten Runde der French Open ein Überraschungssieg gegen Williams. Letztere aber lernte aus der Niederlage. "Danach habe ich an bestimmten Dingen gearbeitet und bin so viel besser geworden", sagt Williams. In Wimbledon scheiterte sie zwar wieder früh, die darauffolgenden drei Major-Turniere gewann sie aber.

Am Samstag also könnte sie zum zweiten Mal in ihrer Karriere alle vier Grand-Slam-Events in Serie gewonnen haben. Es wäre zudem Williams' 21. Major-Erfolg. Steffi Graf, diesbezügliche Rekordhalterin im Profitennis, schaffte 22 einschlägige Titel. Aber von Rekordmarken wie dieser will Williams nicht reden. Und verlieren will sie erst recht nicht. (sid,red – 10.7. 2015)

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