Nach Empörung: Thailand sorgt sich doch um Uiguren

10. Juli 2015, 11:16
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Bangkok schickt Diplomaten nach China, um "Wohlergehen" von rund 100 Abgeschobenen sicherzustellen

Bangkok – Nach weltweiter Empörung über die Abschiebung von Uiguren nach China will Thailand nun nachträglich sicherstellen, dass die Menschen nicht in Gefahr sind. Diplomaten würden nach China fliegen und sich vergewissern, dass die Menschen gut behandelt werden, berichtete die "Bangkok Post" unter Berufung auf das Außenministerium am Freitag.

Peking betrachtet viele der muslimischen Uiguren als Separatisten und wirft ihnen zahlreiche Anschläge vor. In einer Nacht- und Nebelaktion hatte Thailand am Donnerstag rund 100 Uiguren gegen ihren Widerstand in Flugzeuge nach China gesetzt.

Heftige Kritik

Sie waren vergangenes Jahr als illegale Einwanderer aufgeflogen. Die Uiguren befürchten Repressalien in China. Die Vereinten Nationen, die US-Regierung und Menschenrechtler kritisierten die Abschiebung scharf.

Die Volksgruppe der Uiguren, deren Sprache mit der türkischen eng verwandt ist, lebt im Westen Chinas. Nach Angaben von Exilgruppen wollte die Türkei die Menschen aufnehmen. (dpa, 10.7.2015)

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