Tatverdächtige nach Anschlag auf Asylheim in Sachsen gefasst

10. Juli 2015, 10:58
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Drei mutmaßliche Täter warfen Brandsatz auf Gebäude

Leipzig – Rund fünf Wochen nach einem Brandanschlag auf eine Asylwerberunterkunft in Hoyerswerda im ostdeutschen Bundesland Sachsen hat die Polizei drei mutmaßlich Täter ermittelt. Die 19, 20 und 25 Jahre alten Tatverdächtigen haben gestanden, Anfang Juni einen Brandsatz auf die Flüchtlingsunterkunft geworfen zu haben, wie die Polizei am Freitag in Leipzig mitteilte.

In der Vernehmung gaben sie demnach an, sie hätten ein Zeichen gegen die starke Zuwanderung setzen wollen. Alle drei sind polizeibekannt. Der 19- sowie der 25-jährige Tatverdächtige sind den Angaben zufolge bereits in der Vergangenheit einschlägig durch rechtsmotivierte Straftaten aufgefallen.

Keine Verletzten

Die Täter hatten am 3. Juni einen Brandsatz auf die Rückseite der Notunterkunft für Asylwerber in Hoyerswerda geworfen. Die Flasche zerbarst vor dem Gebäude auf dem Betonboden. Brandgefahr bestand der Polizei zufolge nicht. Zu dem Zeitpunkt hielten sich 27 Menschen in der Flüchtlingsunterkunft auf. Verletzt wurde niemand. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Androhung von Straftaten und versuchter Brandstiftung. (APA, 10.7.2015)

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