Ex-DiTech-Chef Izdebski: Neue AG für IT-Services- und Reparaturen

10. Juli 2015, 09:40
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Stefan Kalteis, Michael Altrichter und Hansi Hansmann sind mit 25 Prozent an der techbold technology group AG beteiligt

Der ehemalige Gründer und Chef der Computer-Handelsfirma DiTech hat mit drei prominenten Start-up-Förderern die techbold technology group AG gegründet. In diese Holding hat er seine im Herbst des Vorjahres gegründete techbold network solutions GmbH und die im heurigen März gestartete techbold hardware services GmbH eingebracht, Izdebski fungiert als Chef der Gesellschaften und AG-Vorstand.

Das nötige Kapital kam von den drei Förderern Stefan Kalteis, Michael Altrichter und Hansi Hansmann – sie halten gemeinsam 25 Prozent an der AG – sowie von Freunden und der Familie. DiTech war im März 2014 mangels Eigenkapital in die Insolvenz geschlittert. Die Passiva beliefen sich auf rund 30 Mio. Euro, knapp 300 Mitarbeiter verloren ihren Job. Izdebski selbst hat bei der Pleite rund eine Million Euro verloren, die er zur Rettung des Unternehmens einbrachte, 200.000 Euro davon zahlt er noch ab.

Prominente Unterstützung

Mit den drei "Business Angels" hat sich Izdebski prominente Unterstützer geholt. Kalteis ist Mitgründer unter anderem von 123people und payolution und war Investor bei runtastic. Altrichter machte sich als Gründer von paysafecard und payolution einen Namen, er ist amtierender Business Angel des Jahres. Hansi Hansmann ist unter anderem an durchblicker.at und runtastic beteiligt und Präsident der Austrian Angels Investor Association.

Für Betriebe

Mit der techbold network solutions richtet sich Izdebski an Betriebe mit einer Größe von 10 bis 200 Mitarbeitern, die seiner Meinung nach einen großen Nachholbedarf in ihrer IT haben – Stichwort Cloud Computing, Outsourcing, Sicherheitslösungen. Mit der techbold hardware services im 20. Wiener Gemeindebezirk hat er sich auf die Reparatur und Wartung von Computern, Laptops, Tablets und Smartphones spezialisiert. Insgesamt beschäftigt Izdebski mittlerweile zehn Mitarbeiter und sucht weitere. Bereits das laufende Geschäftsjahr (März 2015 – März 2016) soll eine positive Bilanz aufweisen.

Aus Ditech-Pleite gelernt

Izdebski betonte, es habe aus dem Eigenkapitalproblem der DiTech gelernt. Das jetzige Unternehmen sei zu hundert Prozent eigenkapitalfinanziert – und benötige auch weniger liquide Mittel als das Handelsgeschäft. Die Zeit nach der DiTech-Insolvenz sei nicht einfach gewesen, daher habe er sich entschlossen, für kurze Zeit in die USA zu gehen und dort zu schauen, wie man wieder erfolgreich ins Unternehmertum zurückkehren kann. "Wenn man ein Vollblutunternehmer ist, möchte man was aufbauen", so Izdebski.

DiTech selbst befindet sich noch in der Abwicklung, dies soll laut KSV noch heuer abgeschlossen werden. Die Kreditschützer rechnen nahezu mit einem Totalausfall für die Gläubiger.

Seine Rallypläne – mit seinem Team brachte er es immerhin auf einen Staatsmeistertitel – hat Izdebski auf Eis gelegt, "auch wenn mein Blutdruck noch immer steigt wenn ich ein Rallyauto höre". (APA, 10.7.2015)

  • Ex-DiTech-Chef Izdebski (rechts) ist auch als Buchautor tätig – bei dessen Präsentation sprach Außenminister Kurz (links, ÖVP)
    foto: techbold/apa/preiss

    Ex-DiTech-Chef Izdebski (rechts) ist auch als Buchautor tätig – bei dessen Präsentation sprach Außenminister Kurz (links, ÖVP)

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