Gericht: Einbetten von YouTube-Videos verletzt Urheberrecht nicht

10. Juli 2015, 09:07
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Wenn Video mit Zustimmung des Rechteinhabers hochgeladen wurden, ist Framing erlaubt

Wer YouTube-Videos auf seiner Website einbettet, begeht dadurch keinen Urheberrechtsverstoß: Das entschied der deutsche Bundesgerichtshof am Donnerstag. Voraussetzung ist aber, dass das Video aus einer legitimen Quelle stammt, also vom Rechteinhaber auf YouTube oder anderen Videoplattformen hochgeladen wurde.

Wasserfilter-Videos

Das Urteil wurde durch einen Streit zwischen zwei Herstellern von Wasserfiltern hervorgerufen: Eine Firma hatte auf ihrer Website ein Video eingebettet, das von der Konkurrenz produziert worden war. Diese hatte daraufhin zu juristischen Mitteln gegriffen. Doch solange das Video vom Rechteinhaber selbst "der Öffentlichkeit zugänglich" gemacht worden ist, verstößt Einbetten nicht gegen das Urheberrecht, so der Bundesgerichtshof.

Laut Heise sei der Fall allerdings noch nicht erledigt, da der Kläger nun behauptet, das Video nicht selbst auf YouTube hochgeladen zu haben. Für Nutzer bringt der Spruch aber jedenfalls mehr Rechtssicherheit im Bezug auf das Einbinden von Inhalten. (fsc, 10.7.2015)

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Heise

  • YouTube-Videos dürfen meistens eingebettet werden
    foto: reuters/orsai

    YouTube-Videos dürfen meistens eingebettet werden

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