Fussball-Nationalteam: Das Beste kommt erst

Kommentar9. Juli 2015, 17:41
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Der österreichische Fußball genießt wieder einen Ruf

All-time high! Kennt manch einer aus Studienzeiten, jetzt hat es das ÖFB-Team erwischt. Die Weltrangliste der Fifa spuckte das österreichische Nationalteam am Donnerstag auf Platz 15 unter 209 Verbänden aus. Besser als Italien, besser als Frankreich, besser denn je.

Ob das 1993 eingeführte Ranking die Kräfteverhältnisse im internationalen Fußball jederzeit akkurat widerspiegelt, sei dahingestellt. Nur von einer Laune der Arithmetik zu sprechen, würde der Aufbauarbeit von Teamchef Marcel Koller aber nicht Genüge tun. Als der Schweizer 2011 sein Amt antrat, stritt Österreich mit El Salvador und Simbabwe um den 70. Platz. Seither ging es bergauf, zunächst mit der Spielkultur, dann auch mit den Ergebnissen. Die hochbegabten Spieler waren da, Koller hat sie zu einer zielorientierten, verschworenen Einheit geformt.

Man muss nicht Nostradamus heißen, um Österreich eine Teilnahme an der Europameisterschaft 2016 in Frankreich vorherzusagen. Es reicht schon, nicht als chronischer Pessimist durchs Leben zu schleichen. Der hiesige Fußball genießt wieder einen Ruf; österreichische Spieler, einst Ladenhüter, gehen weg wie die warmen Semmeln – in die großen Ligen, nach Deutschland oder England. Und man darf weiterdenken: Am 25. Juli werden die Gruppen zur WM-Qualifikation ausgelost, Österreich wird aus Topf zwei gezogen. Die Mannschaft ist jung, noch nicht am Zenit, der Traum ist legitim. Gute Zeiten für Fußballfans, all-time high. (Philip Bauer, 10.7.2015)

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