Virtualbox 5.0: Neue Version der kostenlosen Virtualisierung

9. Juli 2015, 17:29
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Support für Windows 10 – Bessere Performance und neue Features – Verschlüsselung von virtuellen Maschinen

Nach mehreren öffentlichen Testversionen ist es so weit: Softwarehersteller Oracle hat seine Desktop-Virtualisierungslösung Virtualbox in der Version 5.0 veröffentlicht.

Paravirtualisierung

Die neue Release bringt dabei so manche grundlegende Änderung an der Software. Dazu gehört etwa die Unterstützung von Paravirtualisierung für Windows- und Linux-Gäste, es wird also der entsprechende Support in den Betriebssystemen selbst genutzt. Davon soll nicht zuletzt die Performance von virtuellen Maschinen profitieren.

Drag & Drop

Apropos Performance: Virtualbox 5.0 reicht nun ein breiteres Set an CPU-spezifischen Befehlen an das Gastsystem weiter, diese profitieren also zunehmend von aktuellen Prozessorarchitekturen. Verbessert wurde der bidirektionale Drag-and-Drop-Support für Windows-Gäste also etwa um Dateien oder ganze Verzeichnisse zu kopieren.

USB 3.0

Auch unterstützt die neue Version nun erstmals USB-3.0-Geräte, die dabei ohne Performance-Einschränkungen gegenüber einem "echten" System laufen sollen. Virtualisierte SATA-Geräte unterstützen jetzt Hot-Plugging. Zudem ist es nun möglich eine virtuelle Maschine im Hintergrund – also ohne Grafikausgabe (headless) – zu starten oder sie nachträglich vom grafischen Interface abzutrennen.

Verschlüsselung

Zu all dem kommt noch die Möglichkeit gesamte virtuelle Maschinen zu verschlüsseln, und so vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Hierzu wird 128 oder 256-Bit AES genutzt, beim Starten einer solchen VM ist dann die Angabe eines Passwort nötig. Und Virtualbox unterstützt jetzt Windows 10 offiziell als Gastsystem.

Download

Virtualbox 5.0 steht kostenlos auf der Seite des Projekts zum Download. Die Software gibt es dabei einmal mehr für Windows, Linux, OS X und Solaris. (apo, 9.7.2015)

  • Virtualbox 5.0
    grafik: oracle

    Virtualbox 5.0

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