"Akte Hypo Alpe Adria" erscheint mit geschwärzten Passagen

9. Juli 2015, 15:34
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Linde-Verlag druckt das Buch nach Tilo Berlins einstweiligen Verfügungen neu

Wien – Nach den einstweiligen Verfügungen, die Vermögensverwalter und Ex-Hypo-Vorstandschef Tilo Berlin gegen das Buch "Akte Hypo Alpe Adria" der STANDARD-Redakteure Renate Graber und Andreas Schnauder erwirkt hat, ist das Werk in den nächsten Tagen wieder im Handel erhältlich – mit geschwärzten Passagen. "Geschwärzt und ungeschminkt": So bewirbt es der Linde-Verlag.

Laut Verfügungen des Landgerichts Hamburg und des Handelsgerichts Wien darf der Linde-Verlag das Buch nicht mehr mit bestimmten Zitaten Berlins verbreiten. Der Verlag geht dagegen vor und legt das Buch nun ohne diese Passagen auf.

foto: standard

Berlin beruft sich wie berichtet auf das Urheberrecht an seinem Hypo-Tagebuch "2007: Der Deal", aus dem Graber und Schnauder zitieren. Die Autoren des Buches argumentieren, sie hätten korrekt und unter Quellenangabe aus dem spätestens seit 2010 in Österreich und Deutschland bekannten "2007: Der Deal" zitiert. Die Juristen des Verlags würden eine andere Rechtsmeinung vertreten als die Juristen Tilo Berlins. (red, 9.7.2015)

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