Pictotop: Der Comic-Blog: Mit Humboldt im Wunderland

Blog14. Juli 2015, 05:30
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Die Graphic Novel "Humboldts letzte Reise" ist ein grandioses Abenteuer im Geiste des großen Naturforschers Alexander von Humboldt

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Es ist kurz vor Weihnachten des Jahres 1847 und Alexander von Humboldt, knapp 80 Jahre alt und mit griesgrämiger, fast resignierter Miene, sitzt in seiner Berliner Prunkwohnung. Grau in Grau zeigen sich Parkett und Flügeltüren ebenso wie die Bücherregale und Globen, zwischen denen der große Naturforscher sitzt. Einzig ein Gemälde – offenbar von einem der Vulkane in Ecuador, die Humboldt in früheren Zeiten bestiegen hatte – scheint wie ein helles Fenster in eine glorreiche Vergangenheit.

Gerade denkt er mit Widerwillen daran, am Abend dem festlichen Diner der Akademie der Wissenschaften vorsitzen zu müssen – eine "Gesellschaft alter Knacker", wie er sie bezeichnet. Da tritt eine junge Frau ein. Luisa Amadilla ist die Tochter eines guten Freundes von Aimé Bonpland, dem in Kolumbien verschollenen Reisebegleiter Humboldts.

Sie bringt Humboldt Bonplands Notizheft, das über dessen letzte Expedition Auskunft gibt. Und von dem Moment an, als Humboldt das Büchlein aufschlägt, begeben wir uns auf eine fantastische Reise, die die Leser ganz genauso in den Bann zieht wie Humboldt selbst. Es ist "Humboldts letzte Reise", so der Titel der grandiosen Graphic Novel der Franzosen Étienne Le Roux (Szenario) und Vincent Froissard (Zeichnungen), die auf Deutsch bei Knesebeck erschienen ist.

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