Institut will Menschheit vor bösartiger Computerintelligenz schützen

8. Juli 2015, 16:12
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Forschungsprojekte werden unter anderem von Tesla-Chef Elon Musk gefördert

Unsere digitalen und maschinellen Helfer werden immer klüger. Sprachassistenten am Mobiltelefon versorgen uns mit Informationen, noch bevor wir danach suchen und Firmen wie Google arbeiten an Systemen, die lernen sollen, die Welt zu betrachten und zu verstehen wie ein Mensch.

Je intelligenter die Rechner, desto nützlicher sind sie. Doch desto größer fällt auch das Missbrauchspotenzial aus. Daher forscht das Future of Life-Institut (FLI) an Möglichkeiten, wie man die Menschheit in Zukunft vor bösartigen Computerintelligenzen schützen kann, wie pressetext berichtet.

Macht braucht Kontrolle

Max Tegmark, Chef des Future of Life-Instituts, sieht die Möglichkeiten der Technologie und ihrer Kontrolle in einer Art Wettlauf. Dieser war allerdings zuletzt dadurch verzerrt, dass nur in eine Richtung große finanzielle Investments stattgefunden hätten. Umfassende KI-Projekte betreiben neben Google auch andere Großkonzerne wie Facebook oder Chinas Netzriese Baidu.

Nick Bostrom vom Future of Humanity-Institut der Oxford University erklärt, dass es nötig sei, mächtige Computerintelligenzen strategisch einzusetzen und Regeln zu definieren, die diese einschränken.

Elon Musk an Bord

Zu den Financiers des FLI zählt auch Elon Musk, Chef des Autoherstellers Tesla und Betreiber des Weltall-Flugunternehmens SpaceX, der allgemein als sehr technologieaffin gilt. "Ich glaube den KI-Experten, wenn sie sagen, wie wichtig es ist, die Entwicklung in gewisse Schranken zu verweisen", erklärt er sein Engagement.

Das Institut unterstützt insgesamt 37 Projekte, die sich mit potenziellen Gefahren und notwendigen Limitierungen für künstliche Intelligenzen auseinandersetzen. Musk schießt zur Förderung zehn Millionen Dollar zu. Geklärt werden soll etwa die Frage, wie man einem Computer beibringen kann, ethisch zu denken. (gpi, 08.07.2015)

  • In "Portal" muss sich der Spieler aus einem Labor befreien, das von einer durchgeknallten KI namens "GlaDOS" kontrolliert wird.
    foto: valve

    In "Portal" muss sich der Spieler aus einem Labor befreien, das von einer durchgeknallten KI namens "GlaDOS" kontrolliert wird.

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