Ubisoft will keine Downgrades mehr wie bei "Watch Dogs"

8. Juli 2015, 15:06
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CEO Yves Guillemot: Haben aus unseren Fehlern gelernt

Wenn Videospiele das erste Mal der Öffentlichkeit präsentiert werden, sehen sie oft anders aus, als das finale Produkt. Das kann etwa damit zusammenhängen, das im Laufe der Entwicklung neue Designideen einfließen oder es zu technischen Problemen kommt. Für Unmut unter Fans sorgten in den vergangenen Jahren speziell so genannte Downgrades, als Fälle, in denen die Grafik eines Game bei der Präsentation spektakulärerer anmutete, als bei der letztendlich veröffentlichten Fassung. Prominente Beispiele waren unter anderem das Rollenspiel "The Witcher 3" und der Shooter "Alien: Colonial Marines".

Um künftig derartige PR-Debakel zu verhindern, will Hersteller Ubisoft diesen Fehler nicht noch einmal begehen. Mit "Watch Dogs" erzürnte der Produzent die Konsumenten, die sich nach den Vorstellungen eine fortschrittlichere Darstellung erwartet hatten.

Es muss spielbar sein

"Für die E3 2015 wollten wir sicherstellen, dass die Games spielbar sind und sie auf den angepeilten Systemen laufen", sagt Ubisoft-CEO Yves Guillemot in einem Interview mit der britischen Zeitung The Guardian. "Wenn wir etwas zeigen, verlangen wir vom Team, dass sie sicherstellen, dass es spielbar ist und Spieler genau das sehen, was es wirklich ist. Das ist es, was wir von der Erfahrung mit 'Watch Dogs' gelernt haben – wenn es nicht auf der vorgesehenen Plattform läuft, kann es riskant sein."

Rückblickend glaubt Guillemot dennoch, dass Ubisoft mit "Watch Dogs" ein guter Start in ein neues Franchise gelungen ist, wenngleich es nie leicht ist, derart neue Games zu entwickeln. "Es ist eine echte Herausforderung, diese Art der Spiele zu kreieren", sagt der Geschäftsführer und verweist auf das immer populärer werdende Open-World-Genre. "Wenn sie in ihrer ersten Fassung herausgeben, sind sie nicht in jedem Punkt perfekt. Wir denken, dass wir für den ersten Wurf einer neuen Marke mit einer neuen Technologie ein qualitativ gutes Spiel herausgebracht haben. Es ist so komplex – nahtloser Multiplayer, Mobile-Anbindung, so viele Features – vielleicht war es ein zu viel für das erste Spiel."

"Wacth Dogs 2"?

Zum möglichen Nachfolger "Watch Dogs 2" wollte Guillemot noch nichts verraten. Fest stünde lediglich, dass man an allem, was man entwickelt habe, weiterarbeitet, "um das nächste Level" zu erreichen. (zw, 8.7.2015)

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    foto: watch dogs
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