Hundert Asylwerber werden in Tiroler Kaserne untergebracht

8. Juli 2015, 11:23
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Einigung zwischen Bund, Land und Gemeinde Vomp, Vereinbarung gilt vorerst für ein Jahr

Das Land Tirol, die Gemeinde Vomp und die zuständigen Ministerien haben sich nun geeinigt: Ab August sollen Asylwerber in die Frundsberg-Kaserne in Vomp einziehen. Platz sei eigentlich für die Unterbringung von 600 Menschen, man habe sich aber auf eine Maximalbelegung von 100 Personen geeinigt – "unabhängig von der aktuellen Flüchtlingssituation oder Quotenerfüllung", schrieb die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit des Landes Tirol in einer Aussendung am Mittwoch.

"Wir dürfen die Gemeinden nicht überfordern", sagt die grüne Soziallandesrätin Christine Baur. Sie prüfe weiterhin auch andere Standorte, um künftig genügend Plätze zur Verfügung stellen zu können, und betont: "Wir wollen in Tirol auch in Zukunft keine Zeltunterkünfte."

Auch Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) sei über die Lösung erfreut: "Mit der Zusage des Bundes, die Belegung auf 100 Personen zu beschränken, wurde der Grundstein für die positiven Gespräche mit der Gemeinde und die Öffnung der Kaserne gelegt." Die Vereinbarung gelte vorerst für ein Jahr. Das Land habe dann die Möglichkeit, den Vertrag um bis zu drei Jahre zu verlängern. (Katharina Mittelstaedt, 8.7.2015)

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