Schussattentat in Wien-Brigittenau: Streit um Geld als Auslöser

7. Juli 2015, 15:19
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Europaweite Fahndung nach silbernem VW Passat mit Belgrader Kennzeichen

Wien – Nach dem Schussattentat in Wien-Brigittenau, bei dem ein 13-jähriger unbeteiligter Bub und ein 36-jähriger Mann am Sonntagvormittag verletzt worden sind, werden immer mehr Details zu den Hintergründen des Falls bekannt. Offenbar war ein länger zurückliegender Streit des 36-Jährigen mit dem Täter in Serbien der Auslöser. Laut Polizeisprecher Paul Eidenberger ging es dabei um Geld.

Bisher wurden fünf der rund zehn Zeugen der Tat befragt, neue Erkenntnisse gab es dabei nicht. Eine eingehende Befragung der beiden Opfer war bisher nicht möglich. Eidenberger zufolge wird nun europaweit nach einem silberfarbenen VW Passat mit Belgrader Kennzeichen gefahndet, den der Täter für die Flucht benutzt hat. Sichergestellt wurden auch zwei der zumindest vier Projektile. Dabei handelte es sich um die beiden Kugeln, mit denen der Schütze seinen Kontrahenten und den Buben getroffen hatte.

Verfolgungsjagd

Die Schießerei hatte sich am Sonntag kurz vor 11.00 Uhr abgespielt: Der 36-Jährige war laut um Hilfe schreiend durch die Pasettistraße gerannt, verfolgt von seinem Kontrahenten. Ein davor in einer Bäckerei in der Marchfeldstraße gekauftes Brot warf er weg oder verlor er, ebenso einen seiner Schlapfen. Der Täter schoss mehrmals mit einer Pistole des Kalibers 6,35 in die Richtung des 36-Jährigen.

Ein Projektil traf den Flüchtenden ins Gesäß. Der Rad fahrende Bub wurde von einem weiteren Projektil in den Bauch getroffen. Der Täter sprang unterdessen in den in der Pasettistraße geparkten Passat und flüchtete über die Marchfeldstraße. Bereits Sonntagnachmittag gab das AKH bekannt, dass sich der Bub außer Lebensgefahr befand. (APA, 7.7.2015)

  • Der Tatort in der Brigittenau.
    foto: apa/herbert pfarrhofer

    Der Tatort in der Brigittenau.

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