Ermahnung für Lehrer nach Schummelaktion an Wiener AHS

7. Juli 2015, 11:32
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Schüler müssen Mathematura wiederholen, Aufsicht soll nun
verstärkt werden

Wien – Die Schummelaktion seiner Schüler bei der Mathe-Zentralmatura zieht für einen Lehrer am Oberstufenrealgymnasium Hegelgasse in Wien vorerst nur eine Ermahnung nach sich. Fast die gesamte Klasse hatte die Beispiele mit dem Smartphone abfotografiert und Nachhilfelehrern geschickt. Der Lehrer habe nicht vorsätzlich gehandelt, erklärte der Wiener Stadtschulrat und bestätigte damit Berichte von "Kurier" und orf.at.

Verdacht nicht erhärtet

Ursprünglich war auch der Verdacht im Raum gestanden, der Pädagoge habe absichtlich "weggeschaut". Im Disziplinarverfahren konnte dieser jedoch nicht erhärtet werden. Der Lehrer wurde ermahnt, seine Dienstpflicht besser wahrzunehmen – sowohl bezüglich der Aufsicht als auch bei der Kontrolle der Arbeiten. Möglich ist auch noch eine Versetzung.

Wiederholung im Herbst

Keine Konsequenzen für den Lehrer hat ein ähnlicher Fall am Oberstufenrealgymnasium Henriettenplatz in Wien. Dort hatte auch nur eine kleinere Gruppe in einer Klasse bei der Matura geschummelt. Der Lehrer habe außerdem die vorgetäuschten Leistungen bei der Korrektur der Arbeiten rechtzeitig bemerkt, hieß es. Die Konsequenzen für die Schummler sind in beiden Schulen gleich: Ihre Arbeiten wurden nicht beurteilt, sie müssen die Mathematura im Herbst erneut absolvieren. Als Konsequenz überlegt man im Stadtschulrat nun, die Kontrolle bei der Matura zu verstärken. Dazu werde man im Herbst Vorschläge erarbeiten. (APA, 7.7.2015)

  • Im Wiener Gymnasium Hegelgasse und am Henriettenplatz müssen einige Schüler die Mathematura wiederholen – weil sie geschummelt haben.
    foto: apa / hans klaus techt

    Im Wiener Gymnasium Hegelgasse und am Henriettenplatz müssen einige Schüler die Mathematura wiederholen – weil sie geschummelt haben.

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