Fünf Tipps für mehr Beinfreiheit im Flugzeug

2. September 2015, 05:30
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Keine Lust mehr, eingepfercht im Flieger zu sitzen? Mit diesen fünf Tipps eines Flugportals sollte der Beinfreiheit im Flugzeug nichts im Weg stehen

Das Flugportal Skyscanner hat fünf nützliche Ratschläge parat, wie man an Bord eines Flugzeuges mehr Beinfreiheit gewinnen kann:

1. Sitze beim Notausgang buchen

Jedes Flugzeug hat gesetzlich vorgeschriebene Notausgänge und damit diese im Fall des Falls möglichst leicht zugänglich sind, sind die Sitzreihen direkt davor etwas weiter voneinander entfernt, um möglichst viel Durchgangsplatz freizulassen.

Bucht man also einen Sitz am Notausgang, dann profitiert man von diesem zusätzlichen Spielraum und kann sich während des Fluges etwas breiter machen. Viele Fluggesellschaften verlangen aufgrund dieses Vorteils mittlerweile jedoch ein paar Extra-Euro an Gebühren – das sollte es einem aber, gerade auf Langstreckenflügen, durchaus wert sein.

Bonustipps: Unbedingt zu vermeiden sind übrigens die Sitze vor der Reihe mit dem Notausgang – diese sind, um in der Reihe dahinter eben das Mehr an Platz zu schaffen, üblicherweise nämlich etwas näher an der Vorderreihe platziert und bieten somit noch weniger Raum als ein Standardsitzplatz.

2. Sitze in der ersten Reihe buchen

Genau wie die Plätze am Notausgang bietet auch die erste Sitzreihe mehr Platz für lange Beine, auch unter Umständen in der Economy Class. Da sich zwischen der Economy Class und der Business Class beinahe immer ein Vorhang befindet, der zugezogen werden kann, und die Sitze in gewissem Abstand zu diesem stehen müssen, bietet die erste Reihe regelmäßig zusätzliche Zentimeter Raum, bevor die erste Sitzreihe der höheren Klassen folgt.

Um sicherzugehen, dass dies in der jeweiligen Maschine auch tatsächlich der Fall ist, sollte man aber sicherheitshalber vorher bei der Fluggesellschaft nachfragen oder – falls verfügbar – auf den Übersichtsplan beim (Online-) Check-in nachsehen. Wie bei den Notausgangsplätzen werden auch hier allerdings des Öfteren ein paar Euro an Extra-Gebühren verrechnet.

3. Plätze am Gang auswählen

Plätze am Fenster sind ja bekanntlich aufgrund der Aussicht besonders beliebt, wer es aber gerne geräumig hat, der sollte sich lieber an die Sitze am Gang halten. Wenn nicht gerade der Snack-Wagen durch die Kabine geschoben wird, kann man den Platz dort nämlich nutzen, um seine Beine am Vordermann oder der Vorderfrau vorbei gemütlich auszustrecken. Auch fällt es am Gang leichter, zwischendurch immer wieder mal kurz aufzustehen und sich die Beine zu vertreten (oder aufs stille Örtchen zu verschwinden), ohne seine Sitznachbarn allesamt aufjagen zu müssen.

Und noch einen Vorteil haben die Gangplätze im Vergleich mit jenen am Fenster: Wer Probleme mit dem Druckausgleich bei Start und Landung hat, wird weiter innen im Flugzeug weitaus weniger damit zu kämpfen haben – der Blick über die ewig gleich aussehenden Wolkenschichten wird gerade bei Langstreckenflügen ohnehin schnell langweilig.

4. Vor dem Flug auf den Flugzeugtyp achten

Da der Wunsch nach mehr Beinfreiheit im Flugzeug bei den meisten Airlines längst bekannt ist, reagieren immer mehr Fluglinien mit speziellen Arrangements oder Sitzarten in ihren Fliegern, um ihren Fluggästen genau diesen Komfort zu bieten. Um herauszufinden, welche Flugzeugtypen und Airlines was genau im Angebot haben, bieten spezielle Webseiten wie SeatExpert oder Seatplans.com umfangreiche Übersichten über alle Plätze auf jedem Flug, damit potenzielle Fluggäste auf einen Blick erkennen können, welche Sitze sich besonders anbieten und welche besser vermieden werden sollten.

Auch werden oftmals detaillierte Beschreibungen angeboten, die den Nutzer darüber aufklären, wie sich das jeweilige Rating ergibt. Wer zeitlich flexibel ist, kann solche Übersichten übrigens nicht bloß dafür nutzen, im jeweiligen Flieger den besten Platz zu finden, sondern auch dafür, generell den besten Flugzeugtyp für die jeweilige Strecke zu finden, da zu unterschiedlichen Uhrzeiten und an unterschiedlichen Tagen oft auch unterschiedliche Maschinen im Einsatz sind.

5. Online einchecken und/oder zeitig am Flughafen sein

Egal für welchen der oberen Komfort-Plätze man sich entscheidet, wichtig ist, dass man schnell ist, wenn es um die Reservierung des Sitzes geht, damit die besten Plätze nicht schon alle vergeben sind, bis man dazu kommt, einen zu wählen. Die meisten Fluglinien bieten mittlerweile bereits Sitzplatzbuchungen übers Internet an, dank derer man oft schon Tage vor dem Flug oder gar direkt bei der Buchung Plätze reservieren kann.

Auf der Übersicht, die dabei geboten wird, sieht man dann ganz genau, wo sich Notausgänge, sogenannte "Bulkhead Sitze" (Sitze direkt hinter Raumteilern im Flugzeug, etwa dem erwähnten Vorhang zur Business Class, aber auch hinter Trennwänden in großen Kabinen und dergleichen) oder auch die Toiletten (entweder, um deren Nähe aus geruchstechnischen Gründen zu vermeiden, oder aber auch, um bei Bedarf möglichst nah dran zu sein) befinden, und man kann dementsprechend aussuchen, wo es einem am besten gefällt.

Wer mit einer Fluglinie reist, die diesen Service noch nicht anbietet, oder aber lieber persönlich eincheckt, der sollte darauf achten, so früh wie möglich am Flughafen zu sein. (red, 2.9.2015)

  • Wer hat schon Lust, eingepfercht im Flieger zu sitzen?

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