Zehn Dinge, die nicht ins Handgepäck dürfen

21. August 2015, 05:30
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Über das Verbot von Flüssigkeiten im Handgepäck weiß jeder Bescheid. Aber auch viele hilfreiche Alltagsgegenstände und Kurioses dürfen nicht mit an Bord

Sicherheitsmaßnahmen sollen verhindern, dass gefährliche Gegenstände mit ins Flugzeug genommen werden. Viele dieser Gegenstände sind offensichtlich nicht erlaubt: Eine Kalaschnikow zum Beispiel oder eine Armbrust bzw. ein Betäubungsmittel könnten für Unannehmlichkeiten bei der Sicherheitskontrolle sorgen.

Vielmehr überrascht es aber, dass beispielsweise auch Angelruten als gefährlich angesehen werden. Das Flugportal Skyscanner hat eine Liste an Dingen zusammengestellt, die im Handgepäck nichts verloren haben:

1. Heringe zum Zelten

Geht's zum Campen oder auf ein Musikfestival? Dann solltem man die für den Zeltaufbau benötigten Heringe nicht ins Handgepäck geben, sondern besser einchecken, da diese als Waffe gewertet werden könnten.

foto: österreichischer alpenverein

Dasselbe gilt übrigens für alle ähnlich geformten Gegenstände oder solche mit spitzen Metallenden, wie Ski- und Wanderstöcke oder spitze Regenschirme. Auch Fackeln sollte man besser nicht ins Handgepäck geben. Es macht auf jeden Fall Sinn, im Vorhinein alles Zweifelhafte in den Check-In-Koffer zu geben, um lange Wartezeiten bei der Sicherheitskontrolle zu vermeiden.

2. (Mehrere) Feuerzeuge

"Sie dürfen keine Gegenstände im Handgepäck mitführen, die Sie oder andere Passagiere verletzen könnten." Entgegen dem Wortlaut der offiziellen Richtlinie ist es merkwürdigerweise erlaubt, ein Gasfeuerzeug mit ins Flugzeug zu nehmen. Aber nicht mehr als eins! Noch verwirrender ist es, dass sich das Feuerzeug während des Fluges am Körper befinden muss und nach der Handgepäck-Kontrolle auf gar keinen Fall mehr zurück in die Tasche gelegt werden darf.

foto: apa/dpa-zentralbild/robert schlesing

3. Suppen, Marmeladen, Aufstriche, ...

Regel bleibt Regel. Auch wenn man vielleicht argumentieren könnte, dass eine Portion Hühnersuppe mit hoher Wahrscheinlichkeit die Sicherheit der Mitreisenden weniger bedroht als ein Feuerzeug, ist und bleibt eine Suppe eine Flüssigkeit. Und sobald man mehr als 100 Milliliter davon mitnehmen will, ist das verboten. Das Gleiche gilt auch für Wimperntusche, Milchprodukte, Marmeladen, Aufstriche, etc.

foto: reuters/jacky naegelen

4. Zehn Liter Parfum oder Whiskey

Manche denken vielleicht, sie könnten die Flüssigkeitsbegrenzung umgehen, indem sie eine große Menge an Flüssigkeiten auf viele kleine Behälter umfüllen. Aber das geht nicht, "sämtliche Flüssigkeiten müssen in einer einzigen, durchsichtigen und wieder verschließbaren Plastiktüte, mit einem Fassungsvermögen von maximal einem Liter und den Maßen 20 mal 20 Zenitmeter transportiert werden."

5. (Flüssige) Medizin

Bei den Medikamenten kommt es darauf an, ob diese in fester oder flüssiger Form daherkommen. Tabletten sind grundsätzlich an Bord erlaubt, bei Flüssigkeiten ist es wichtig, dass diese in Behältern mit weniger als 100 Millilitern Fassungsvolumen verpackt sind. Unter Flüssigkeiten fallen übrigens auch Pasten, Sirupe, Lotionen und Gele. Sollte man flüssige Medikamente dabei haben, die man an Bord einnehmen muss, sollte man lieber etwas mehr davon mitnehmen und in der Originalverpackung aufbewahren, rät Skyscanner.

6. Tennis- und Badminton-Schläger sowie andere Sportgeräte

Die Behörden haben ein komisches Verhältnis zu Sportgeräten. Bei Baseball-Schlägern und Kampfsportausrüstungen wie Nunchakus und Schlagringen ist ein Handgepäck-Verbot noch verständlich, denn diese sind auch bei Massenschlägereien beliebte Accessoires. Doch das Verbot bezieht sich auch auf andere Sportgeräte wie etwa Tennis- oder sogar Badminton-Schläger, aber auch Golfschläger, Kajakpaddel, Billardstöcke und mehr müssen ins Check-In-Gepäck. Und wie oben schon erwähnt, sollte man besser die auch Ski- und Wanderstöcke einchecken.

foto: apa/ti-press/carlo reguzzi

7. Angelruten

Eine Harpune sollte man unbedingt einchecken, ebenso eine Angelrute.

8. Bohrer und andere Werkzeuge

Nicht einmal Profi-Handwerker haben die Erlaubnis, ihre handelsübliche Werkzeugtasche mit Schraubenziehern, Brecheisen, Schraubenschlüsseln, Zangen, Sägen, (Akku-)Bohrern oder Bohrern und mehr mit an Bord zu nehmen.

9. Peroxide & Haarfärbemittel

Vom Tränengas bis hin zum Feuerlöscher, chemische und giftige Substanzen sind verständlicherweise ein absolutes No-Go im Handgepcäk. Dazu gehören aber auch Peroxide, die man unter anderem in Haarfärbemitteln finden kann. Also lieber vor dem Urlaub nochmal die Haare nachfärben und ein wenig Platz im Koffer sparen, oder einchecken.

foto: ap images

10. Nagelfeile, Nagelschere, Rasierklingen

Auch Beauty-Alltagsgegenstände wie Nagelfeilen, Nagelscheren und Rasierklingen sind nicht unbedingt im Handgepäck erlaubt. Scheren mit einer Klingenlänge von über sechs Zentimeter dürfen nicht mitgenommen werden und auch lange Nagelfeilen sollten lieber ins Check-In-Gepäck, wobei Papierfeilen üblicherweise gestattet sind. Auch Rasierklingen sind nicht erlaubt, wobei Einwegrasierer, bei denen die Klingen in Kunststoff eingebettet sind, generell erlaubt sind. Aber auch hier gilt: Im Zweifelsfall einchecken. (red, 21.8.2015)

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