Insider: Axel Springer und ProSiebenSat.1 reden über Zusammenschluss

7. Juli 2015, 08:11
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Gespräche seien noch in einem sehr frühen Stadium – Wettbewerbsbehörden legten sich schon einmal quer

Berlin/München – ProSiebenSat.1 und Axel Springer ("Bild", "Die Welt") führen einem Insider zufolge erste Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss, berichten "Handelsblatt" und "Wall Street Journal". Die Verhandlungen befänden sich aber noch in einem sehr frühen Stadium, sagte die Person am Montag.

Den beiden Unternehmen schwebe eine Fusion vor, aus dem ProSieben als größerer Partner hervorgehe, berichtete zuvor das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Verhandlungen könnten immer noch scheitern. Auch müsse mit diversen Hürden gerechnet werden, etwa einer strengen Prüfung der Wettbewerbsbehörden. Zusammen kämen die Unternehmen auf einen Marktwert von etwa 14,4 Milliarden Euro.

ProSiebenSat1 lehnte eine Stellungnahme ab. Bei Axel Springer war zunächst niemand zu erreichen.

Springers zweiter Anlauf

Springer versuchte 2005 schon einmal, ProSieben zu übernehmen. Damals legten sich die deutschen Kartellbehörden quer. Inzwischen hat Springer seine Zeitschriften – vor allem auch: seine Fernsehzeitschriften wie "Hörzu", "TV neu" und "TV Digital" – der Funke Mediengruppe verkauft. Ebenso seine Regionalzeitungen wie "Hamburger Abendblatt" und "Berliner Morgenpost". (red, APA, 6.7.2015)

  • Kolportiertes Ziel von Springer-Chef Mathias Döpfner: Wieder einmal ProSieben.
    foto: apa/epa/gregorüfischer

    Kolportiertes Ziel von Springer-Chef Mathias Döpfner: Wieder einmal ProSieben.

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