BBC verliert 918 Millionen, erhält Gebühr für Web-Abruf

6. Juli 2015, 17:24
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Menschen über 75 müssen in Großbritannien keine Rundfunkgebühren zahlen

London/Wien – Der britische Finanzminister George Osborne will der öffentlich-rechtlichen BBC 918 Millionen Euro Zuschuss pro Jahr streichen, rund ein Fünftel ihrer Gebühreneinnahmen.

Menschen über 75 müssen in Großbritannien keine Rundfunkgebühren zahlen, die Befreiungen werden der BBC bisher aus dem Budget abgegolten. Osborne will die Sozialausgaben um rund 17 Milliarden Euro kürzen. Deshalb solle die BBC diese Befreiungen – wohl ab 2017 – selbst tragen, schrieb die Sunday Times.

Die BBC soll im Gegenzug Rundfunkgebühr auch für (zeitversetzten) Online-Konsum ihrer Programme einheben dürfen. Bleiben sie gebührenfrei, rechnet die BBC mit 212 Millionen Einnahmen-Entgang bis 2017.

Osborne will zudem die Onlineangebote der BBC prüfen; sie dürften nicht Zeitungsangebote im Web verdrängen. (red, 6.7.2015)

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