"Charlie Hebdo" wird mit Potsdamer M100 Media Award ausgezeichnet

6. Juli 2015, 12:41
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Verleihung findet am 17. September bei der Medienkonferenz statt

Potsdam – Die französischen Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" wird in diesem Jahr mit dem Potsdamer M100 Media Award ausgezeichnet. Verliehen wird der undotierte Preis zum Abschluss der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium am Abend des 17. September in der Orangerie von Schloss Sanssouci in Potsdam.

Anfang Jänner wurden bei einem Terroranschlag auf das Redaktionsbüro von Charlie Hebdo in Paris zwölf Menschen, darunter acht Mitarbeiter von Charlie Hebdo, von zwei Islamisten ermordet.

Dabei beschäftigten sich von 520 Charlie Hebdo-Titeln der letzten zehn Jahre weniger als 20 mit dem Thema Islam, Islamismus oder Mohammed, heißt es in einer Aussendung der M100 Media Award-Initiatoren.

"Das Recht der freien Meinungsäußerung ist eines der Grundrechte einer zivilisierten Menschheit", begründet Lord Weidenfeld, Co-Chairman des M100-Beirats, die Entscheidung via Aussendung. "Politische, kulturelle und religiöse Strömungen oder führende Figuren zu kritisieren, oder sogar zu karikieren, darf nicht verboten werden. Charlie Hebdos Martyrium ist von epochaler Bedeutung, und die freie Welt muss sich in jeder Weise solidarisch mit den Opfern zeigen. Es ist uns daher eine besondere Ehre, im Rahmen dieses Potsdamer Treffens den M100 Media Award 2015 an Chefredakteur Gérad Biard und Charlie Hebdo zu vergeben." (red, 6.7.2015)

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