Jemen: Luftangriffe während Besuch von UN-Beauftragtem

6. Juli 2015, 11:42
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Mehrere Tote – Partei von Ex-Präsident Saleh Ziel von saudi-geführter Allianz – UNO will Waffenruhe vermitteln

Sanaa – Die von Saudi-Arabien angeführte, sunnitische Militärallianz hat während eines Besuchs des UNO-Sondergesandten für den Jemen in Sanaa Angriffe auf die Hauptstadt geflogen. Mehrere Menschen wurden dabei am Montag getötet.

Bombardiert worden sei das Hauptquartier der Allgemeinen Volkskongress-Partei (GPC) von Ex-Präsident Ali Abdullah, berichteten Parteifunktionäre und Zeugen. Bereits am Sonntag reiste der UNO-Sondergesandte, Ismail Ould Cheikh Ahmed, nach Sanaa, um eine Waffenruhe auszuhandeln. Der Diplomat möchte eine Feuerpause bis zum Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan Mitte Juli vermitteln, um humanitäre Hilfen für die Bevölkerung zu ermöglichen.

Die stellvertretende GPC-Generalsekretärin, Faeqa al-Sayed, erklärte, mit den Luftangriffen sollten die Bemühungen der Vereinten Nationen torpediert werden. Saleh, der gestürzt worden war, ist mit den schiitischen Houthi-Rebellen verbündet, die seinen Nachfolger Abd-Rabbu Mansour Hadi ins saudi-arabische Exil vertrieben haben. Das Königreich unterstützt den vor allem von Sunniten getragenen Hadi und will seine Rückkehr ins Präsidentenamt erzwingen. Bei den Kämpfen sind seit März fast 3.000 Menschen getötet worden. (APA, 6.7.2015)

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