Mehrere Tote und Verletzte bei Verkehrsunfällen am Wochenende

6. Juli 2015, 08:22
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Sieben Verletzte auf B309, darunter drei Kinder – Sechs Verletzte in deutschem Bundeswehrbus

Hargelsberg/Allhaming – Drei Todesopfer und mehrere Verletzte forderten Verkehrsunfälle am Wochenende in Österreich. In Wolfsthal (Bezirk Bruck an der Leitha) ist Sonntagmittag eine 32 Jahre alte Frau vom Auto ihres Freundes überrollt und getötet worden. Der Lenker (30) sei alkoholisiert gewesen.

Der Unfall hatte sich etwa 100 Meter nach dem Ende einer befestigten Straße ereignet. Die Frau sei aus unbekannter Ursache auf dem Weg gelegen, sagte Baumschlager. Der Lenker habe die 32-Jährige übersehen, überrollt und etwa 20 Meter weit mitgeschleift.

Ein Notarzt habe nur mehr den Tod der Frau feststellen können. Die 32-Jährige erlag Brustkorb- und Rückgratverletzungen. Die Staatsanwaltschaft Korneuburg hat eine Obduktion des Opfers angeordnet. Der Van des Mannes, der sich "an nichts erinnern" habe können, so die Polizei, wurde sichergestellt. Bei dem Lenker wurden 1,5 Promille festgestellt.

Zweifache Mutter starb in Salzburg

Bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Schulbus ist Montagfrüh in Bad Vigaun im Salzburger Tennengau eine junge Mutter ums Leben gekommen. Die 35-Jährige war beim Bergabfahren mit ihrem Elektroauto auf der regennassen Straße in den Gegenverkehrsbereich geraten und gegen einen entgegenkommenden Schulbus geprallt, in dem sich nur die Lenkerin befand, teilte die Polizei am frühen Nachmittag mit.

Die 29-jährige Buslenkerin und die Autofahrerin versuchten noch auszuweichen, konnten aber den Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Die 35-Jährige erlitt so schwere Verletzungen, dass sie noch an der Unfallstelle starb. Laut ORF hinterlässt sie ihren Mann, einen Buben im Volksschul- und ein Mädchen im Kindergartenalter. Die Buslenkerin wurde ebenfalls verletzt, das Rote Kreuz lieferte sie in ein Krankenhaus ein.

Tödlicher Motorradunfall in Kärnten

Zu einem tödlichen Verkehrsunfall kam es am Sonntagnachmittag in Kärnten: Ein 65-jähriger Motorradfahrer wurde von einem Pkw gerammt und tödlich verletzt, wie die Landespolizeidirektion mitteilte.

Gegen 14.35 Uhr fuhr ein 19-jähriger Mann aus Metnitz mit seinem Pkw auf der Metnitztalstraße (L 62a) aus Richtung Murau kommend in Richtung Metnitz. Im Fahrzeug waren noch sein 44-jähriger Vater und seine 43-jährige Mutter. Im Bereich Auen, Gd Metnitz, Bez. St. Veit/Glan, geriet der Mann in einer Rechtskurve aus bisher unbekannter Ursache auf die linke Fahrbahnseite und stieß frontal mit dem entgegen kommenden Motorradfahrer aus Haus im Ennstal zusammen.

Durch die Wucht des Anpralls wurde der Motorradlenker mitsamt dem Motorrad über die rechte Straßenböschung geschleudert und erlitt so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle starb. Der Pkw wurde ebenfalls über die Straßenböschung geschleudert. Der Pkw-Lenker wurde schwer verletzt und vom Rettungshubschrauber C11 ins AUKH Klagenfurt gebracht. Seine Beifahrer blieben unverletzt.

Verletzte in Bundeswehrbus

Sieben Verletzte hat am Sonntagnachmittag ein Auffahrunfall auf der B309 bei Hargelsberg (Bezirk Linz-Land) gefordert. Ein 36-jähriger Lenker wollte gegen 16.30 Uhr vermutlich mit seinem Wagen auf der Straße wenden. Ein 38-Jähriger konnte mit seinem Pkw nicht mehr ausweichen und fuhr seitlich auf das Fahrzeug auf, teilte die Polizei mit. Unter den Verletzten befanden sich drei Kinder.

Das Fahrzeug des 36-Jährigen wurde durch den Aufprall über die Böschung geschleudert. In dem Wagen waren neben der Frau des Lenkers auch deren drei Kinder. Alle Insassen wurden verletzt. Der Fahrer musste mit dem Rettungshubschrauber in das UKH Linz geflogen werden. Die Frau und die Kinder wurden ins LKH Steyr gebracht. Auch der 38-jährige Lenker des zweiten Unfallwagens und seine 31-jährige Beifahrerin wurden verletzt ins LKH Steyr eingeliefert.

Sechs Verletzte forderte Sonntagnachmittag ein Unfall auf der Westautobahn ebenfalls im Bezirk Linz-Land. Ein Bus sollte Angehörige der Deutschen Bundeswehr zu einem Kulturprogramm nach Wien transportieren. Der 55-jährige Lenker aus Langerringen im Landkreis Augsburg stieß jedoch bei einem Überholmanöver gegen die Betonmittelleitschiene. Sechs Fahrgäste – ein Mann und fünf Frauen – wurden dabei verletzt und mussten in einem Krankenhaus versorgt werden.

Straßenbahnunfall in Wien

In Wien-Floridsdorf ist bei einem Zusammenstoß seines Pkw mit einer Garnitur der Straßenbahnlinie 31 ein Fahrzeuglenker Montagfrüh leicht verletzt worden. Die Feuerwehr musste den Mann aber mit hydraulischem Rettungsgerät aus dem Wagen befreien.

Unfallort war die Brünner Straße Ecke Weisselgasse. Der Lenker wurde im Wagen eingeklemmt und von der Feuerwehr herausgeschnitten. Die Bergung dauerte laut einem Feuerwehrsprecher rund 20 Minuten. Nach Angaben der Wiener Berufsrettung kam der Mann mit leichten Verletzungen der Halswirbelsäule davon. Er wurde in ein Spital gebracht.

116 km/h im Ortsgebiet

Ohne Verletzte endeten zwei Vorkommnisse auf Straßen im Burgenland und in Salzburg. Ein Motorradfahrer raste am Sonntagnachmittag im Ortsgebiet von Eisenstadt mit 116 km/h durch eine 50er-Zone und war somit um 66 km/h schneller als erlaubt unterwegs, teilte die Landespolizeidirektion Burgenland am Montag mit. Der Lenker konnte nicht angehalten werden. Er wurde angezeigt.

Beim Knoten Salzburg war ein Pinzgauer mit einem Mofa Montagfrüh als Geisterfahrer auf der Autobahn unterwegs. Mehrere Autofahrer hatten die Polizei wegen des Mannes alarmiert. Direkt an der Gabelung von der West- mit der Tauernautobahn stoppte eine Streife den 63-Jährigen, der nicht alkoholisiert war, teilte die Polizei mit.

Wo der Pinzgauer aufgefahren und anschließend unterwegs war, konnte noch nicht eruiert werden. Möglicherweise hat er auch während der Fahrt gewendet. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand. Der 63-Jährige wurde wegen des Verdachts der fahrlässigen Gemeingefährdung bei der Staatsanwaltschaft Salzburg angezeigt. (APA/red, 6.7.2015)

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