Whirlpool verzichtet auf Abbau von 2.000 Jobs

5. Juli 2015, 13:00
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Nach Vermittlung von Premier Renzi

Rom – Der US-Haushaltsgerätehersteller Whirlpool, der im vergangenen Jahr den italienischen Konkurrenten Indesit um rund 758 Mio. Euro übernommen hat, verzichtet auf den Abbau von 2000 Jobs in Italien. Auch die angekündigte Schließung eines Produktionswerks in Caserta bei Neapel wurde nach zähen Verhandlungen mit der Regierung von Premier Matteo Renzi abgewendet.

Zugleich bestätigte Whirlpool Investitionen in Höhe 500 Mio. Euro in Italien für die Integration mit Indesit. Damit soll das italienische Hauptquartier in Fabriano in der Adria-Region Marke gestärkt werden, wo Indesit ihren Sitz hat. "Wir hatten es den Whirlpool-Arbeitnehmern versprochen. Keine Fabrikschließung, keine Kündigung", sagte Renzi, der sich persönlich bei den Verhandlungen mit Whirlpool engagiert hatte. Laut dem Plan soll das Produktionswerk in Caserta zu einem neuen Knotenpunkt für die Produktion von Elektrogeräten für Europa, Nahost und Afrika werden.

Auch die Gewerkschaften erklärten sich zufrieden mit dem neuen Entwicklungsplan des US-Konzerns. "Whirlpool hat auf einen unannehmbaren Jobabbau verzichtet und investiert jetzt in einen echten Entwicklungsplan", so der Sprecher des Gewerkschaftsverbands Fim, Marco Bentivogli. Das Personal hatte in den vergangenen Tagen massiv gegen den geplanten Jobabbau gestreikt. (APA, 5.7.2015)

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