Frankreich als Auftakt-Brocken bei der EM

5. Juli 2015, 10:55
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Die U19 trifft im ersten Spiel auf Mitfavorit Frankreich. Stadler: "Der Druck liegt bei ihnen"

Katerini – Für Österreichs Nachwuchsfußballer beginnt am Montag um 20.00 Uhr die U19-Europameisterschaft. In Katerini trifft die Auswahl von Teamchef Hermann Stadler zum Auftakt auf Gruppenfavorit Frankreich, der mit einem aktuellen Champions-League-Finalisten die Endrunde in Angriff nimmt. Doch gänzlich in der Außenseiterrolle sieht Stadler die rot-weiß-rote Equipe nicht.

"Von der Papierform her ist Frankreich über uns zu stellen. Aber das waren Kroatien und Italien in der Quali auch – Gruppensieger sind wir geworden", erklärte Stadler selbstbewusst. Die Franzosen wären eine spielerisch starke Mannschaft, die zudem auf eine exzellente Abwehr bauen könnte. In den vergangenen acht Partien haben sie lediglich zwei Gegentore bekommen. Viele Schwächen habe er, so Stadler, beim Videostudium von acht Partien der Franzosen nicht aufdecken können. "Aber der Druck liegt sicherlich bei ihnen", meinte der 56-Jährige.

Mit Juventus-Offensivmann Kingsley Coman findet sich im Kader der Franzosen sogar ein aktueller Champions-League-Finalist. Zudem werden die ÖFB-Teamspieler etwa mit Moussa Dembele (Fulham), Olivier Ntcham (Manchester City), Olivier Kemen (Newcastle United) und Lucas Hernandez (Atletico Madrid) auf weitere Legionäre der Franzosen treffen. Für die Partie in Katerini hat sich auch ÖFB-Sportdirektor Willi Ruttensteiner angesagt, er wird die Spiele gegen Frankreich und Gastgeber Griechenland von der Tribüne aus verfolgen.

Keine Kaninchen

Ein taktisches Rückzuggefecht, wie es eine ÖFB-Auswahl zuletzt bei der U20-WM in Neuseeland zeigte, soll es laut Stadler bei der Endrunde gegen keinen Gegner, auch nicht gegen Frankreich geben. "Wir werden uns sicherlich nicht wie das Kaninchen vor der Schlange zurückziehen", betonte Stadler. Nachsatz: "Außer ein Gegner ist übermächtig und wir sind gezwungen, extrem defensiv zu spielen".

Und schlussendlich spekuliert der 56-jährige Salzburger sogar mit einer kleinen Überraschung: "Ich sage immer: Respekt zu 100 Prozent vor jedem Gegner. Aber ängstlich agieren – dagegen verwehre ich mich. Beim Fußball ist alles möglich, da hat es schon öfters Überraschungen gegeben."(APA, 5.7.2015)

  • Für Sascha Horvath und Co. geht's los.
    foto: apa/pfarrhofer

    Für Sascha Horvath und Co. geht's los.

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