Etliche Online-Dienste sperren griechische Nutzer aus

4. Juli 2015, 15:32
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Kapitalkontrolle als Grund – Nicht einmal Einkäufe unter einem Euro möglich

Aufgrund der Kapitalkontrolle in Griechenland ist der iTunes- beziehungsweise AppStore sowie PayPal aktuell nur begrenzt nutzbar. Hintergrund hierfür ist, dass die griechische Regierung Geldflüsse ins Ausland verhindern will. Somit werden Online-Zahlungen aktuell unterbunden. Beim Kauf einer App oder eines Songs wird Nutzern etwa angezeigt, dass die Zahlung fehlgeschlagen ist.

PayPal: Keine Einzahlungen und Überweisungen

Auf Twitter meldeten sich bereits einige griechische Nutzer bei Apple, um wieder Zahlungen von griechischen Kreditkarten zuzulassen. Bisher ohne Erfolg. PayPal gab bereits eine Stellungnahme ab: So würde der Bezahldienst aktuell keine Einzahlungen von griechischen Konten zulassen, außerdem werden Überweisungen in andere Länder unterbunden.

Weinender griechischer Pensionist beschäftigt soziale Netzwerke

Zurzeit sind aufgrund der Finanzkrise in Griechenland ebenso nur geringe Abhebungen am Bankomaten möglich. Das Tageslimit beträgt 60 Euro, auch die Pensionszahlungen wurden auf 120 Euro pro Woche begrenzt. Für Aufregung in den sozialen Netzwerken sorgt derzeit ein Bild, das einen weinenden, älteren Mann vor einer griechischen Bank zeigt. Dabei handelt es sich um einen 77-jährigen griechischen Pensionisten, der Geld für seine kranke Frau abholen wollte und nach drei verschlossenen Banken endlich zu einer kam, die geöffnet war. Dort waren allerdings keine Behebungen mehr möglich. (dk, 04.07.2015)

  • Dies wird griechischen Kunden beim Einkauf im AppStore angezeigt.
    foto: iphonehellas

    Dies wird griechischen Kunden beim Einkauf im AppStore angezeigt.

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