"Von Pisse zu Pilsner": Urin dänischer Festivalbesucher soll zu Bier werden

4. Juli 2015, 09:50
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Lebensmittelproduzenten wollen 100.000 Liter nach dem Motto "Von Pisse zu Pilsner" sammeln

Roskilde/Wien – Einen ungewöhnlichen und nicht ganz appetitlichen Beitrag zum Umweltschutz hat sich die Vertretung der dänischen Nahrungsmittelproduzenten Landbrug & Födevarer für den heurigen Sommer einfallen lassen.

Die Organisation sammelt den Urin von – höchstwahrscheinlich Bier trinkenden – Festivalbesuchern ein, um daraus wiederum Bier herzustellen. Konkret geht es um das Ausscheidungsprodukt der Musikbegeisterten auf dem derzeit stattfindenden Roskilde-Rockfestival in Dänemark: 100.000 Liter wollen die Initiatoren insgesamt einsammeln.

Eingängiges Motto

Was in weiterer Folge passiert, ist allerdings nicht so unappetitlich, wie es klingt. Aus dem Urin soll nämlich erst einmal ein Düngemittel hergestellt werden, das die Gerste für die Bierproduktion besser sprießen lässt. Aus dem Getreide soll dann wiederum eine halbe Million Liter Bier gebraut werden. Für die Aktion haben die Initiatoren ein eingängiges Motto ausgewählt: "Fra pis til pilsner", was übersetzt "Von Pisse zu Pilsner" bedeutet.

Der Sprecher von Landbrug & Födevarer, Leif Nielsen, begründete den Urin-Sammelspaß übrigens damit, dass der Boden des Festivalgeländes westlich von Kopenhagen jedes Jahr stark in Mitleidenschaft gezogen werde. Mit der Pisse-zu-Pilsner-Aktion wolle man einen Beitrag zur Schonung des Bodens leisten. (APA, cmi, 4.7.2015)


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  • Um den Boden am Festivalgelände zu schonen, soll der Urin lieber sinnvoll genutzt werden – für die Herstellung von noch mehr Bier.
    foto: ap photo / rob carr

    Um den Boden am Festivalgelände zu schonen, soll der Urin lieber sinnvoll genutzt werden – für die Herstellung von noch mehr Bier.

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