Die Todsünden einer Frau

Kolumne3. Juli 2015, 19:46
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Ein Mann, der seine schlafende Frau mit einem Maurerfäustl ermordet hatte, ist noch nicht rechtskräftig zu 17 Jahren Haft verurteilt worden. Berichtet wurde unter anderem, dass die Kaufsucht der Frau das Ehepaar verschuldet habe. Offensichtlich fast ebenso schlimm wie die Kaufsucht: Sie habe sich völlig gehenlassen. 160 Kilo zugelegt! Wie viele Kilo der Ehepartner auf die Waage brachte, wird hier nicht erwähnt. Das wäre allerdings genauso relevant im Bezug auf das Tatgeschehen. Nämlich gar nicht. Andererseits: Wenn die Gattin immer blader und blader wird, da kann einem schon auch mal die Hutschnur reißen und das Maurerfäustl ausrutschen. Er musste ihr sogar den BH schließen und Strümpfe anziehen!

Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn er ihr auch noch die Unterhosen hätte anziehen müssen. Das Opfer der Kaufsüchtigen weist selbst einen gewissen Hang zum Materiellen auf. Eine Scheidung, die immerhin die elegantere Lösung im Sinne des Lebens und Lebenlassens gewesen wäre, kam für den gemarterten Schädeleinschläger leider nicht infrage. Denn dann "wäre das Haus futsch gewesen". So ist halt nur die Bewohnerin futsch. Und in weiterer Folge der Bewohner.

Aber auch schlanke Frauen können Unheil über die Welt bringen. Die Basler Zeitung berichtet, weswegen Griechenland am Rande des Untergangs taumelt. Die so radikale wie unrasierte Betty Baziana quäle Lebenspartner Tsipras mit Sexentzug und zwinge ihm einen politischen Zickzackkurs ihren Hormonkurven entsprechend auf. Er müsse einen Führungsstil mit "eindeutig weiblichen Eigenschaften" pflegen, bestehend aus "manipulativer Subversion, berechnendem Zögern, unglaublichen Behauptungen, strategischer Missachtung des gesunden Menschenverstandes" , schreibt der offensichtlich mit gesundem Menschenverstand ausgestattete Michael Bahnerth. Und ja nicht vergessen: Auch Pandora war schließlich eine Frau.

Fürchtet euch. (Julya Rabinowich, 3. 7. 2015)

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