Kunstrückgabebeirat empfiehlt Rückgabe eines Oppenheimer-Gemäldes

3. Juli 2015, 14:55
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Empfehlungen betreffen Mumok und Albertina. Die Entscheidung zu zwei Schiele-Blättern, die der Sammlung Grünbaum zugerechnet werden, wurde vertagt

Wien – Der Kunstrückgabebeirat hat in einer Sitzung am heutigen Freitag zwei Entscheidungen zu Werken im mumok sowie der Albertina getroffen. So wird die Rückgabe des Porträts "Rosa Kraus" von Max Oppenheimer aus dem Mumok sowie eines Porträts des Dichters Adalbert Stifter von Moritz Michael Daffiner aus der Albertina empfohlen. Keine Entscheidung gab es zu zwei Schiele-Arbeiten der Albertina.

Oppenheimers Bild soll an die Erben nach Alfred und Rosa Kraus gehen. Diese wurden von den Nationalsozialisten verfolgt. Alfred verstarb 1938 in Wien, seine Witwe Rosa konnte mit den beiden Kindern im folgenden Frühjahr fliehen. Der weitere Verbleib des Werks, das 1986 in London durch einen österreichischen Rechtsanwalt zur Versteigerung gelangte, konnte zwar nicht festgestellt werden. Allerdings kam der Beirat einer Aussendung zufolge zum Ergebnis, "dass das Porträt durch die Verfolgung verloren gegangen sein musste". Daher seien die für eine Rückgabeempfehlung notwendigen Voraussetzungen erfüllt.

Porträt Adalert Stifters aus der Albertina

Im Fall des Stifter-Porträts, ursprünglich im Besitz von Sammler Alexander Beer, lasse sich wiederum festhalten, dass dieses von seiner Ehefrau Adelheid nach dem "Anschluss" an einen in Wien stationierten Offizier der Wehrmacht verkauft wurde. Von diesem gelangte es schließlich 1973 in die Albertina. Da beide Eheleute von den Nationalsozialisten verfolgt wurden, gelte der Verkauf als nichtig.

Ein Beschluss zu zwei Blättern von Egon Schiele, die sich in der Albertina befinden und der Sammlung Fritz Grünbaum zugerechnet werden, blieb heute aus. Die Beratungen dazu sollen bei der nächsten Sitzung im Herbst fortgesetzt werden. (APA, 3. 7. 2015)

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