Fifa-Rangliste: Österreich vor Allzeit-Hoch

3. Juli 2015, 13:22
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Nach neuerlicher Verbesserung könnte Sprung unter Top 15 der Welt gelingen – Teamchef Koller: "Sehr guten Weg eingeschlagen"

Wien – Das österreichische Fußball-Nationalteam wird sich in der neuen Fifa-Weltrangliste, die kommenden Donnerstag erscheint, erneut deutlich verbessern. Laut aktuellen Berechnungen wird die ÖFB-Auswahl, derzeit auf Platz 20, nach dem 1:0-Sieg in der EM-Qualifikation in Russland gar ein Allzeit-Hoch erreichen. Die bisher beste Platzierung in der seit 1993 geführten Weltrangliste datiert vom Mai 1999. Damals stand Österreich auf Rang 17.

Teamchef Marcel Koller zeigte sich natürlich erfreut: "Limit soll es keines geben, wenn wir weiter gut spielen, die Spieler bereit sind, den Weg mitzugehen und auch nicht hochnäsig oder zufrieden sind und sich weiter nach vorne entwickeln wollen, dann setze ich keine Grenzen. Wo das hingeht, wissen wir jetzt noch nicht", sagte der Schweizer Sky Sports.

"Wir sind noch nicht qualifiziert"

Aber auch die Euphorie rund um die Weltrangliste, lässt Koller nicht ganz von der Bremse steigen: "Wir sind noch nicht qualifiziert, das ist die Motivation für alle dran zu bleiben. Für mich speziell, weil ich selten zufrieden bin und weiter nach vorne möchte." Das Selbstvertrauen sei aber natürlich gestiegen, dennoch wolle man "auf dem Platz zeigen, was man drauf hat und keine großen Sprüche klopfen".

Das kommende Fifa-Ranking vom Juli wird von der Uefa auch für die Setzung bei der Auslosung der Qualifikationsgruppen für die WM 2018 in Russland am 25. Juli in St. Petersburg herangezogen. Österreich wird dabei Topf eins, der sich aus den neun besten europäischen Teams zusammensetzt, knapp aber doch verpassen. In die laufende Qualifikation für die EM in Frankreich 2016 war man noch aus Topf drei gestartet.

Entwicklungsprozess

"Die Mannschaft" so Koller weiter, "hat einen sehr guten Weg eingeschlagen, den wir auch weiter verfolgen wollen. Es hat nicht nur mit Selbstvertrauen zu tun, sondern es ist auch Arbeit, Bewusstsein, Konsequenz. Mein erstes Spiel, in der Ukraine, im November 2011 hätten wir gewinnen können und in der 92. Minute verlieren wir noch. Da waren wir noch nicht alt genug, noch nicht abgebrüht. Weil nicht im Hinterkopf war, dass du auswärts lieber das Unentschieden mitnimmst.

In Moskau war das hervorragend von der Mannschaft, wie sie das in den letzten 10 Minuten umgesetzt hat – vorne attackiert, nicht sehr zurückfallen lassen. Da haben wir uns schon auch entwickelt" (APA, red, 3.7.2015)

  • Das ÖFB-Team im Fahrstuhl nach sehr weit oben.
    foto: reuters/alvarado

    Das ÖFB-Team im Fahrstuhl nach sehr weit oben.

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