Start geglückt: Progress-Frachter zur ISS unterwegs

3. Juli 2015, 11:56
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Erfolgsmeldung nach Pannenserie – Andockmanöver soll am Sonntag erfolgen

Moskau – Nach mehreren Misserfolgen in den vergangenen Monaten ist am Freitag ein Frachter erfolgreich mit Nachschub für die Internationale Raumstation ISS gestartet. Die Trägerrakete mit dem Frachter vom Typ Progress M-28M hob am Morgen vom Weltraumbahnhof im kasachischen Baikonur ab, wie Bilder des russischen Fernsehens zeigten.

Wenige Minuten nach dem Start löste sich der Frachter wie geplant von der dritten Stufe der Rakete. Er soll Sonntag früh (09.13 MESZ) an der ISS andocken und die dort arbeitenden Astronauten mit Lebensmitteln und Laborausrüstung versorgen.

Pannenserie

In den vergangenen Wochen waren mehrere Versuche gescheitert, Frachter mit Nachschub zur ISS zu schicken: Erst in der Nacht auf Montag war eine Trägerrakete explodiert, die den US-Raumfrachter Dragon auf den Weg zur Raumstation bringen sollte.

Anfang Mai verfehlte ein Progress-Frachter mit Nachschub für die ISS nach dem Start die vorgesehene Umlaufbahn und geriet außer Kontrolle. Einige Tage später verglühte er beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Drei Wochen danach musste Russlands Raumfahrtbehörde einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Der Start einer Trägerrakete vom Weltraumbahnhof im kasachischen Baikonur misslang, ein mexikanischer Kommunikationssatellit wurde dabei zerstört.

Wegen der Pannenserie sind die Astronauten auf der ISS durchaus skeptisch, ob der nun auf den Weg gebrachte Frachter sein Ziel wirklich erreichen wird: "Wir hoffen, dass der Frachter rechtzeitig eintrifft, aber wir sind immer auf das Schlimmste vorbereitet", sagte der US-Astronaut Scott Kelly. (APA, 3. 7. 2015)

  • Endlich ist mal wieder etwas planmäßig gelungen – auch wenn die Crew an Bord der ISS skeptisch bleibt, bis der Frachter an der Weltraumstation angedockt hat.
    foto: apa/epa/nasa

    Endlich ist mal wieder etwas planmäßig gelungen – auch wenn die Crew an Bord der ISS skeptisch bleibt, bis der Frachter an der Weltraumstation angedockt hat.

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