Was Designer verdienen

6. Juli 2015, 09:05
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Zwischen Superstar und Alltagskampf: Ergebnisse des aktuellen Honorar- und Gehaltsreports der Designerbranche

Designer können zwar sehr viel Geld verdienen, gehören aber dennoch in der Regel nicht zu den Spitzenverdienern. Das zeigen die Ergebnisse des Honorar- und Gehaltsreports der Kommunikations- und Industriedesignbranche für Deutschland und Österreich. Dafür wurden von den deutschen Berufsverbänden für Kommunikationsdesign und Industriedesign sowie von Design Austria mehr als 4200 Designer der beiden Länder online befragt.

Kaum Vorsorge möglich

Das mittlere Einkommen der Angestellten liegt der Umfrage zufolge bei 2800 Euro brutto monatlich (alle Gehaltsangaben im Report gehen von zwölf Bezügen pro Jahr aus). Zwar beziehen drei Prozent der Teilnehmer mehr als 5700 Euro Gehalt, mehr als jeder Fünfte verdient allerdings weniger als 2100 Euro brutto im Monat.

Die Jahresnettoeinnahmen der Selbstständigen betragen im Mittel 46.300 Euro. Rund acht Prozent nehmen mehr als 150.000 Euro ein, bei einem Drittel lagen die Einnahmen 2014 unter 20.000 Euro. Von diesem Betrag sind noch Betriebsausgaben, Steuern und Versicherungen abzuziehen. Knapp die Hälfte der Teilnehmer gab an, sich nicht um eine Vorsorge kümmern zu können.

Abschluss kein Geldgarant

Wie viele Arbeitsstunden pro Woche dahinterstecken, geht aus der Umfrage leider nicht hervor. Wohl aber, dass Industriedesigner im Schnitt finanziell etwas erfolgreicher sind als ihre Kollegen aus dem Kommunikationsdesign. Die höheren Einkommen werden auch in dieser Branche eher von Männern erzielt. Selbstständige sind allgemein zufriedener als Angestellte. Einzige Ausnahme ist aber das Einkommen.

Für Industriedesigner und für angestellte Kommunikationsdesigner gilt: Je qualifizierter der Abschluss, desto höher das Einkommen. Bei den selbstständigen Kommunikationsdesignern hingegen zeigt sich, dass Teilnehmer ohne akademischen Abschluss häufig zu den Besserverdienenden zählen. (ost, 4.7.2015)

  • »Design definiert die Schnittstelle zwischen Kreativität und Innovation und entscheidet damit nicht nur über die Gestaltung von Produkten und Dienstleistungen, sondern vor allem auch über deren wirtschaftlichen Erfolg und Wettbewerbsfähigkeit. Daher ist es mehr als wichtig, dass DesignerInnen auch dementsprechend entlohnt werden.« fasst Severin Filek, Geschäftsführer von designaustria, zusammen.
    foto: istock

    »Design definiert die Schnittstelle zwischen Kreativität und Innovation und entscheidet damit nicht nur über die Gestaltung von Produkten und Dienstleistungen, sondern vor allem auch über deren wirtschaftlichen Erfolg und Wettbewerbsfähigkeit. Daher ist es mehr als wichtig, dass DesignerInnen auch dementsprechend entlohnt werden.« fasst Severin Filek, Geschäftsführer von designaustria, zusammen.

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