Vorwürfe gegen Spaniens Premier Rajoy in Spendenaffäre

2. Juli 2015, 21:26
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Schwarzgeldzahlungen in konservativer Partei seit 1982 ein "fest etabliertes finanzielles System"

Madrid – Der frühere Schatzmeister der spanischen Konservativen (PP), Luis Bárcenas, hat Ministerpräsident Mariano Rajoy und frühere Parteichefs beschuldigt, von schwarzen Kassen in der Partei gewusst zu haben.

Schwarzgeldzahlungen hätten in der Partei seit 1982 ein "fest etabliertes finanzielles System" gebildet, betonte Bárcenas in der Verteidigungsschrift, die seine Anwälte am Donnerstag in Madrid einem Gericht vorlegten. Bárcenas saß 19 Monate in Untersuchungshaft. Ihm und anderen wird wegen der Affäre der Prozess gemacht.

Schwarze Kassen

Die schwarzen Kassen seien vom Parteigründer Manuel Fraga eingeführt und von den späteren Parteichefs Antonio Hernández Mancha, José María Aznar und Rajoy übernommen worden. Er habe als Schatzmeister nur die Anweisungen der Parteiführer befolgt, betonte Bárcenas.

Die PP wies die Vorwürfe zurück. Rajoy hat stets bestritten, etwas von Schwarzgeldzahlungen gewusst zu haben. Nach Ermittlungen der Justiz hatte die PP jahrelang von Unternehmern illegale Spenden erhalten. (APA, 2.7.2015)

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