Gemeinnützige sprechen Wurm Vertrauen aus

2. Juli 2015, 16:05
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Die Wohnungskäufe würden wohl im ungünstigen Licht erscheinen, seien aber rechtlich korrekt abgewickelt worden

Der Vorstand und Aufsichtsrat des Österreichischen Verbandes gemeinnütziger Bauvereinigungen (GBV) haben sich in ihren heutigen Sitzungen mit den zuletzt heftig diskutierten Wohnungskäufen von GBV-Obmann und Neue Heimat/Gewog-Geschäftsführer Karl Wurm befasst: Wurm hatte, wie berichtet, in den vergangenen Jahren mehrere Wohnungen in von der Gewog sowie von gewerblichen Tochterfirmen errichteten Gebäuden erworben und teilweise leer stehen lassen.

"Die Wohnungskäufe erscheinen wohl im ungünstigen Licht, wurden aber rechtlich korrekt abgewickelt. Der Verbandsvorstand und -aufsichtsrat haben daher Obmann Wurm einhellig das Vertrauen ausgesprochen", erklärten Obmann-Stellvertreter Alfred Graf und Aufsichtsratsvorsitzender-Stellvertreter Frank Schneider am Donnerstag in einer Aussendung.

Wohnungen sollen vermietet werden

Konsequenzen soll es aber trotzdem geben: "Aus Anlass der aktuellen Diskussion sprechen wir uns für eine freiwillige Selbstbindung der GBV mit einem über die gesetzlichen Verpflichtungen hinausgehenden und in vielen Unternehmen schon bestehenden Verhaltenskodex aus", heißt es weiter. "Für so einen Leitfaden sollen unter Einbindung externer Experten rasch Vorschläge erarbeitet werden, um uns dann wieder unserem Tagesgeschäft widmen zu können."

Wurm hatte zuletzt angekündigt, die Wohnungen, die er laut eigenen Angaben für seine Familien leer stehen ließ, zu vermieten. (red, 2.7.2015)

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