NSA-Affäre: US-Botschafter ins deutsche Kanzleramt gebeten

2. Juli 2015, 15:53
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Regierungskreise bestätigten Bericht

Der US-Botschafter in Deutschland, John B. Emerson, ist nach den neuen Enthüllungen über mögliche NSA-Spähaktionen zu einem Gespräch ins deutsche Kanzleramt "eingeladen" worden. Entsprechende Berichte wurden am Donnerstag in Regierungskreisen in Berlin bestätigt.

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) hatte zuvor berichtet, Emerson sei von Kanzleramtschef Peter Altmaier zu einem "umgehenden Gespräch" gebeten worden.

69 Telefonnummern ausgespäht

Dem "FAZ"-Bericht zufolge wollte Altmaier von Emerson Aufklärung über abgehörte Gespräche von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Mitarbeitern des Kanzleramts erhalten. Über weitere Abhöraktionen des US-Geheimdienstes gegen deutsche Regierungsmitglieder und deren Mitarbeiter hatte zuvor die Enthüllungsplattform Wikileaks berichtet.

Demnach soll die NSA (National Security Agency) 69 Telefonnummern der deutschen Regierung ausgespäht haben, teilweise gemeinsam mit britischen Diensten. Die Enthüllungen waren am Donnerstag auch Thema im NSA-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages. (APA, 2.7. 2015)

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