Sechs UN-Soldaten bei Angriff in Nordwestmali getötet

2. Juli 2015, 20:29
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Blauhelme stammten aus Burkina Faso

Bamako – Bei einem Angriff auf Truppen der UN-Mission Minusma sind im Norden Malis mindestens sechs Blauhelmsoldaten ums Leben gekommen. Viele weitere Soldaten seien verletzt worden, als sie am Donnerstag südwestlich der Wüstenstadt Timbuktu in einen Hinterhalt unbekannter Angreifer geraten seien, sagte der Chef des schwedischen Kontingents in Mali, Jonas Lotsne.

Bei den Opfern handle es sich um Soldaten aus dem Nachbarland Burkina Faso, das den Großteil der Minusma-Truppen in der Region um Timbuktu stellt. "Dies war ein massiver Anschlag", erklärte Lotsne. Helfer seien mit Helikoptern im Einsatz gewesen, um die Verletzten in Sicherheit zu bringen. Der UN-Sondergesandte für Mali, Mongi Hamdi, verurteilte den Angriff scharf und forderte, die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen.

Al Kaida bekennt sich

Zu der Tat habe sich die Terrorgruppe "Al-Kaida im Islamischen Maghreb" bekannt, berichtete eine mauretanische Nachrichtenagentur. In dem Gebiet sind neben dem Terrornetzwerk Al Kaida auch die Gruppen Ansar Dine und Al Mourabitoun aktiv.

Der Norden Malis war im Zuge eines Putsches 2012 ins Chaos gerutscht. Islamisten und Tuareg-Rebellen hatten in der Region die Macht an sich gerissen. Erst durch ein Eingreifen der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich im Jänner 2013 konnte das Gebiet wieder weitgehend befreit werden. Jedoch kommt es bis heute zu Anschlägen und Unruhen. (APA, 2.7.2015)

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