FPÖ sieht Unzufriedenheit mit EU durch Volksbegehren bestätigt

2. Juli 2015, 15:13
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Team Stronach kritisiert "Einmischung ins Leben der Menschen" durch Union

Wien – Die FPÖ sieht in den 261.159 Unterschriften für das EU-Austrittsvolksbegehren einen Beleg für die "große Unzufriedenheit" der Bevölkerung mit der EU. Parteichef Heinz-Christian Strache und der EU-Abgeordnete Harald Vilimsky erkannten darin am Donnerstag in einer gemeinsamen Aussendung einen massiven Wunsch nach Veränderungen.

"Auch wenn die Forderung nach einem EU-Austritt unrealistisch war, ist der Wunsch nach einer Veränderung, einer Neuverhandlung der EU-Verträge und direktdemokratischer Einbindung der Bevölkerung mittels Volksabstimmungen massiv gegeben", meinten Strache und Vilimsky. In Österreich sei die FPÖ die einzige Partei, die sich nicht der bedingungslosen Anbetung der EU verschrieben habe, während die anderen Parteien "völlig kritiklos um das Goldene Brüsseler Kalb tanzen" würden. Für die "Eurokraten in Österreich" müsse das Ergebnis ein Weckruf sein, endlich umzudenken.

Team Stronach fordert mehr Bürgernähe

Auch in den Augen des Teams Stronach zeigen die mehr als 260.000 Unterschriften, dass die Skepsis der Bevölkerung gegenüber der EU gewachsen ist. Klubobfrau Waltraud Dietrich forderte am Donnerstag in einer Aussendung "mehr Bürgernähe der EU". Sie warf der Union vor, sich in das Leben der Menschen einzumischen, und konstatierte: "Die Bürger bekommen zunehmend Angst vor dieser EU." (APA, red, 2.7.2015)

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